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Rechtsexperte: Bosch sollte nach US-Abgasvorwürfen Vergleich eingehen

Sonntag, 11.09.2016 09:47 von

FREIBURG (dpa-AFX) - Im VW-Dieselskandal hat der Autozulieferer Bosch nach Einschätzung eines Rechtsexperten einen sehr schweren Stand. "Die Vorwürfe in der US-Klageschrift sind massiv - es sieht in der Klageschrift ganz klar so aus, als sei Bosch bis zum Ende an der Entwicklung der Betrugssoftware beteiligt gewesen", sagte der Juraexperte Marc Engelhart vom Freiburger Max-Planck-Institut. Kürzlich war eine Klageschrift bekanntgeworden, in der geschädigte US-Dieselkunden den Stuttgarter Technologiekonzern der aktiven, jahrelangen Mittäterschaft bei der massenhaften Abgasmanipulation bezichtigen.

Zwar müsse man die Bosch-Erwiderung abwarten für einen ausgewogenen Überblick, die aufgeführten Beweismittel ergäben aber "ein düsteres Bild", so Engelhart. Wie VW sollte Bosch in den USA einen Vergleich anstreben und es bloß nicht auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen. Volkswagen (VW Aktie) hat sich zuletzt in einem Vergleich mit US-Klägern auf die Zahlung von 15,3 Milliarden US-Dollar (13,9 Milliarden Euro) eingelassen. Im Gegensatz zu VW hat Bosch bisher keine Schuld eingestanden./wdw/DP/zb