Rechnungshof rügt Bundesregierung wegen Beraterverträge

Mittwoch, 09.11.2016 02:19 von

BERLIN (dpa-AFX) - Der Rechnungshof hat der Bundesregierung vorgeworfen, zu häufig und dann immer nur dieselben Beratungsunternehmen zu beauftragen. Das geht aus einem Bericht der Bundesbehörde hervor, über den die "Bild"-Zeitung am Mittwoch berichtete. In dem Ausmaß, in dem die Bundesverwaltung Externe in ihre klassischen Führungsaufgaben einbinde, bestehe "eine nicht unerhebliche Gefahr, dass sich die Gestaltungskompetenz des verwaltungseigenen Personals zu sehr auf externe Berater verlagern", bemängeln die Rechnungsprüfer.

Zwei Drittel aller Ausgaben für externe Beratungsleistungen in der Bundesverwaltung würden sich zudem nur auf sechs Auftragnehmer verteilen. Das Risiko der Fremdsteuerung sei aber besonders hoch, "wenn einzelne Beratungsunternehmen ressortübergreifend immer wieder und gleichzeitig von Dienststellen des Bundes beauftragt werden", hieß es weiter./hme/DP/he