Putin eilt Opec verbal zu Hilfe

Montag, 10.10.2016 16:20 von

Die Opec tüftelt weiter an ihrer Förderkürzung. Am Rande des Weltenergiekongresses in Istanbul wollen Opec-Vertreter auch mit Russland sprechen. Wladimir Putin prescht schon einmal vor.

Für das Ölkartell Opec geht es um mehr als nur stabile Ölpreise und die Erholung ihrer stark strapazierten, ölabhängigen Staatshaushalte. Die Opec möchte Vertrauen zurückgewinnen, das sie in diesem Jahr nach mehrfach gescheiterten Gesprächen über Fördergrenzen verloren hat. Ende September einigten sich die Mitglieder grob über eine Förderkürzung. Und nun bekommt sie gewichtige Unterstützung.

Am Rande des Weltenergiekongresses in Istanbul sicherte Wladimir Putin dem Ölkartell am Montag Unterstützung zu. Russland ziehe in Betracht, seine Ölproduktion zu deckeln oder gar zu kürzen, wenn sich die Opec zur Kürzung entschließt. Täglich fördert Russland 11,2 Millionen Barrel (à 159 Liter) Öl (Rohöl) – so viel wie keine andere Nation.

Die Reaktion an den Finanzmärkten ließ nicht lange auf sich warten: Am Montagnachmittag verteuerte sich ein Barrel Rohöl der Sorte Brent um 2,4 Prozent auf 53,16 Dollar (Dollarkurs). Der Preis für das US-Leichtöl WTI stieg ebenfalls um 2,4 Prozent auf 51,01 Dollar.

Die Äußerungen Putins könnten der Opec gar nicht gelegener kommen. Obwohl die Organisation erdölexportierender Länder selbst noch immer knapp 40 Prozent des Ölmarktes kontrolliert, haben die vergangenen zwei Jahre und eine zeitweise Viertelung des Preises gezeigt: Ohne Hilfe von außen wird es nicht gehen. Und von wem könnte die besser kommen, als vom größten Ölproduzenten der Welt. Ohnehin wollen Opec-Vertreter in den kommenden Tagen in Istanbul mit den Russen sprechen.

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