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Proteste gegen Benzinpreise halten an

Dienstag, 10.01.2017 04:20 von

Landesweit demonstrieren Menschen gegen die erhöhten Treibstoffpreise. Kirche und Oppositionsparteien unterstützen die Protestbewegung. Auch im Regierungslager wird Kritik laut.

Die erhöhten Benzinpreise in Mexiko haben am Montag erneut Tausende Menschen auf die Straßen der Hauptstadt getrieben. Die Demonstranten forderten den Rücktritt von Präsident Enrique Peña Nieto und verbrannten Bilder von ihm sowie vom designierten US-Präsidenten Donald Trump. Während der bereits seit mehreren Tagen andauernden Proteste war es vielfach zu Gewalt und Plünderungen gekommen. Polizisten lieferten sich am Sonntag unter anderem Kämpfe mit Demonstranten, die einen Grenzübergang zu den USA blockiert hatten.

Präsident Nieto kam am Montag unterdessen mit Vertretern von Arbeitnehmern und Unternehmensführern zusammen. Er wollte mit ihnen aushandeln, wie mexikanische Familien von dem angestiegenen Benzinpreis entlastet werden sollten. Unternehmensvorsitzende hätten sich verpflichtet, Preiserhöhungen nicht willkürlich mit ebenfalls gestiegenen Treibstoffpreisen zu begründen.

Kirche und Oppositionsparteien unterstützen die Proteste. In der Zeitschrift „Desde la Fe“ des Erzbistums hieß es in einem Leitartikel, die Wut der Bürger sei berechtigt, wenn sie die Kosten für die Fehler anderer tragen müssten. Diese nutzten ihre Machtpositionen zu ihren Gunsten aus, um sich zu bereichern, während die Mexikaner der Mittelschicht und die Ärmeren die Schulden tragen müssten.

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