Produktion schneller hochgefahren als erwartet

Donnerstag, 20.10.2016 11:40 von

Nach der Explosion bei der BASF (BASF Aktie) fährt der Chemiekonzern wichtige Anlagen in dem Ludwigshafener Werk wieder hoch. Bei der Explosion und bei Bränden waren am Montag mindestens zwei Männer getötet worden.

BASF bekommt nach dem schweren Unfall vom Montag seine Fertigungskette schneller wieder flott als befürchtet. Durch eine neue Rohstoffversorgung von einer anderen Anschlussstelle beginne das Unternehmen, seine beiden zentralen Steamcracker bereits im Laufe des Tages wieder hochzufahren, teilte BASF am Donnerstag mit. Analysten hatten befürchtet, durch die Unterbrechung in Folge der Explosion am Ludwigshafener Landeshafen, bei der drei Menschen starben, könnte die Produktion des Chemieriesen dort wochen- oder gar monatelang stillstehen.

Die nun wieder anlaufenden Cracker sind an dem Standort die Herzstücke: In den Anlagen werden petrochemische Ausgangsstoffe aufgespalten. Sie wurden nach der Explosion am Montag heruntergefahren, da die Versorgung mit Rohstoffen unterbrochen war. Danach mussten auch andere Anlagen die Produktion drosseln oder einstellen. Durch den Start der Cracker würden auch die weiteren Anlagen in den kommenden Tagen schrittweise wieder anfahren oder die Auslastung erhöhen.

Die Versorgung des Standorts mit Rohstoffen stellt aber weiter ein Problem dar. Der Landeshafen Nord, in dem sich die Explosion ereignet hatte, ist außer Betrieb. Bei dem Unglück wurden auch verschiedene Rohrleitungen für zugekaufte Rohstoffe beschädigt. Daher hat BASF "Force Majeure"-Erklärungen für die Abnahme von Naphtha, Ethylen und Propylen herausgegeben. Durch die Berufung auf "höhere Gewalt" ("Force Majeure") wird der Konzern ohne Haftung von seinen Abnahmeverpflichtungen befreit.

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