Privatpersonen sitzen auf 155 Billionen Euro

Mittwoch, 21.09.2016 14:21 von

Das Vermögen rund um den Globus wächst: 155 Billionen Euro besitzen alle Privathaushalte der Welt gemeinsam. So viel wie noch nie. Allerdings hat sich die Wachstumsrate in den letzten Jahren nahezu halbiert.

"The best years are over" – die fetten Jahre sind vorbei. So kündigte Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise den diesjährigen Global Wealth Report des Versicherers an, für den die Vermögenssituation der Privathaushalte in 50 Ländern analysiert wurde. Dabei sieht die zunächst so aus, als wären die fetten Jahre genau jetzt: Im vergangenen Jahr ist das Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte um 4,9 Prozent auf den Rekordwert von 155 Billionen Euro gestiegen. Niemals zuvor hatten die Menschen rund um den Globus so viel Geld.

Allein in Deutschland beträgt das durchschnittliche Pro-Kopf-Vermögen 67.980 Euro – im weltweiten Vergleich reicht das jedoch nur für Platz 20. Was das Zustandekommen solcher Beträge angeht, darf man jedoch nicht vergessen, dass es sich hier um Durchschnittswerte handelt. Die reichste Frau Deutschlands, Susanne Klatten wird mit ihren rund 15 Milliarden Euro genauso Teil der Statistik wie Horst Müller, der 482,35 Euro auf der hohen Kante hat. Falls mal die Waschmaschine kaputt geht.

Entsprechend ist das durchschnittliche Pro-Kopf-Vermögen in Ländern mit einer sehr hoher Millionärs- und Milliardärsdichte höher als in Ländern, in denen das Vermögen annähernd gleich verteilt ist. Unangefochtener Spitzenreiter unter den mehr als 50 untersuchten Ländern ist weiter die Schweiz mit einem Brutto-Geldvermögen von 260.800 Euro pro Kopf im vergangenen Jahr. Auch nach Abzug der Schulden liegen die Schweizer mit netto 170.590 Euro vorn.

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