Privatkunden federn Commerzbank-Verlust ab

Freitag, 04.11.2016 08:00 von

Die Commerzbank (Commerzbank Aktie) hat wie erwartet rote Zahlen für das dritte Quartal 2016 veröffentlicht. Sie fielen aber weniger dramatisch aus, als von Analysten erwartet. Als Stütze erwies sich wieder einmal das Privatkundengeschäft.

Der bevorstehende Radikalumbau hat die Commerzbank im dritten Quartal wie erwartet in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 288 Millionen Euro, wie das Institut am Freitag in Frankfurt mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte die Bank 235 Millionen Euro verdient.

Der Verlust fiel allerdings deutlich niedriger aus als Analysten geschätzt hatten. Grund für das Minus sind vor allem Abschreibungen von 627 Millionen Euro auf den Firmenwert der ehemaligen Dresdner Bank wegen der Zusammenlegung der Investmentbank mit dem Mittelstandsgeschäft, wie die zweitgrößte deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) am Freitag mitteilte. Zudem belastete eine höhere Risikovorsorge wegen des schwierigen Geschäfts mit Schiffskrediten.

Nach neun Monaten steht ein Gewinn von 96 (Vorjahr: 891) Millionen Euro zu Buche, auch für das Gesamtjahr erwartet die Commerzbank schwarze Zahlen. Die harte Kernkapitalquote soll zum Jahresende wieder auf zwölf Prozent steigen. Bis Ende September hat die Bank bereits 11,8 (Ende Juni: 11,5) Prozent geschafft.

Im Tagesgeschäft lief es besser als gedacht. So ging der operative Gewinn lediglich um fünf Prozent auf 429 Millionen Euro zurück. Als Stütze erwies sich wieder einmal das Privatkundengeschäft, das den Folgen der Niedrigzinsen besser als erwartet trotzte. Das teilverstaatlichte Institut hatte Ende September erklärt, das Quartalsergebnis werde wegen geringerer Handelsaktivitäten durch Abschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe belastet.

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