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Pressestimme: 'Stuttgarter Zeitung' zur Deutschen Bank

Freitag, 28.10.2016 05:35 von

STUTTGART (dpa-AFX) - Die "Stuttgarter Zeitung" zur Deutschen Bank:

"Durch die Käufe der Investmentbanken Morgan Grenfell und Bankers Trust wurde die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) zum global agierenden Zwitter: Traditionsbank und Zockerbude zugleich. Das konnte nicht gut gehen, und das ging auch nicht gut. Zwar hat das Investmentbanking lange stattliche Gewinne eingefahren, aber der Preis dafür waren immense Risiken und Strafen für Geschäfte abseits der Legalität - vom Imageschaden ganz zu schweigen. Noch nie ist so abschätzig über die einst respektierte oder gar bewunderte Bank gesprochen worden. Obwohl sich unter dem Strich der Ausflug in die Welt der Spekulationsgeschäfte nicht gelohnt hat, bringt die Bank nicht die Kraft für die notwendige Korrektur auf. Der Verkauf der Postbank, sofern er denn wirklich umgesetzt wird, verleiht dem Investmentbanking sogar noch mehr Gewicht. Die richtige Strategie wäre die Rückkehr zu den Wurzeln. Die Bank müsste also Geschäfte im eigenen Namen aufgeben und sich strikt als Bank im Dienst des Kunden aufstellen. Das Ergebnis wäre eine gewiss geschrumpfte, aber weiterhin weltweit tätige und vor allem stabilere Bank."/ra/DP/she