Pressestimme: 'Handelsblatt' zu den transatlantischen Verstimmungen

Donnerstag, 01.09.2016 05:34 von

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu den transatlantischen Verstimmungen:

"Es bedarf großer Anstrengungen auf beiden Seiten des Atlantiks, die alte Freundschaft zu erhalten. Doch wie bei einem guten Therapeutengespräch sollten sich beide Ehepartner an den Anfang zurückerinnern. In der gesamten Nachkriegsgeschichte bis zur Wiedervereinigung gab es speziell für Deutschland keinen verlässlicheren Partner. Doch der Blick zurück reicht nicht aus. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die Zeiten nicht einfacher werden. Das Geschäft wird härter. Die USA haben Europa bei der Digitalisierung abgehängt. Jetzt wollen sie auch noch den Industrieteil übernehmen. Die Politik steht umso mehr in der Verantwortung, die wirtschaftlichen Probleme nicht für eigene Interessen auszunutzen. Wenn die schlechte Stimmung die deutsch-amerikanische Freundschaft der Bürger beschädigt, wäre das fatal."/be/DP/stb