Pressestimme: 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' zur Verharmlosung von Terrorismus

Mittwoch, 09.11.2016 05:35 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zur Verharmlosung von Terrorismus:

"Wenn schon das Erste Deutsche Fernsehen der vollverschleierten Werbung für den Terror des "Islamischen Staats" ein Talkshow-Podium bietet, muss man sich ernsthaft fragen, ob es in Deutschland "gute" Verharmlosung und "schlechte" Verharmlosung von Terrorismus gibt. Dass es eine "gute" gibt, konnte zwar schon immer am RAF-Terrorismus studiert werden, dessen Menschenverachtung in schlechter deutscher Intellektuellentradition mitleidig romantisiert wird. Man stelle sich Ulrike-Meinhof-Empathie einmal im Falle des NSU-Terrors vor. Aber wird nun auch schon der islamistische Terror medial verharmlost, weil die Ausgrenzung und Verfolgung seiner Sympathisanten, Schranzen und Zuträger als fremdenfeindlicher Kulturkampf gelesen werden könnte? Muss man diesen Leuten tief in den Sehschlitz schauen, um sie zu "verstehen"? (...)"/be/DP/jha