Pressestimme: 'Der Tagesspiegel' (Berlin) zu Rente und Koalition

Donnerstag, 03.11.2016 05:35 von

BERLIN (dpa-AFX) - "Der Tagesspiegel" (Berlin) zu Rente und Koalition

Momentan ist Altersarmut nicht das Problem. Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose bräuchten dringender Hilfe. Doch auf mittlere Sicht verschiebt sich das Gefüge. Die Lebenserwartung steigt, der Anteil der Alten wird sich bis 2060 verdoppeln. Auch die Dauer des Rentenbezugs erhöht sich. Die Politik tut gut daran, darauf zu reagieren. Doch schlichte Rezepte helfen nicht. Die Bemessungsgrenze erhöhen und Gutverdiener stärker zur Kasse bitten? Vergrößert nur das Problem, da es auch höhere Rentenzahlungen zur Folge hat. Die weit besser dastehenden Beamten ins gesetzliche System zwingen? Wäre schon wegen deren hoher Lebenserwartung ein schlechtes Geschäft. Verordnen, dass die gesetzliche Rente einen auskömmlichen Lebensabend zu garantieren hat? Müsste mit immer höheren Beiträgen der Jüngeren erkauft werden./yyzz/DP/mis