Politik will bei Hackerangriffen enger mit Firmen zusammenarbeiten

Mittwoch, 30.11.2016 13:20 von

Der Angriff auf die Telekom diese Woche hat gezeigt: Es gibt Handlungsbedarf bei der Abwehr von Cyber-Attacken – und der ist wohl größer, als die Firmen wahrhaben wollen. Nun wollen Politiker die Zügel enger schnallen.

Nach dem Angriff auf die Router der Deutschen Telekom werden Forderungen aus der Politik nach mehr Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen lauter. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) plädierte für eine engere Kooperation von Bund und Ländern. „Wir müssen uns schlichtweg an einen Tisch setzen, Erkenntnisse und Informationen austauschen, dann werden wir auch besser werden“, sagte Jäger am Mittwoch dem RBB-Inforadio. Es müsse verhindert werden, dass Hacker an kritische Infrastrukturen wie etwa die Stromversorgung gelangten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am Dienstag bereits für eine engere Zusammenarbeit mit Unternehmen ausgesprochen. Die Politik sei auf die Sachkompetenz der Industrie angewiesen. „Deshalb müssen wir in den Cyber-Fragen eng zusammenarbeiten.“

Unterdessen kritisierte der netzpolitische Sprecher der Grünen, Konstantin von Notz, die Bundesregierung. Sie habe das Thema IT-Sicherheit „über Jahre nicht ernstgenommen“, sagte von Notz der Funke-Mediengruppe. Anfang der Woche hatten sich Angreifer Zugang zu rund 900.000 Internet-Routern der Deutschen Telekom verschafft und diese weitgehend lahmgelegt.

Die Attacke auf die Telekom-Router ist nach Einschätzung von Experten nur die „Spitze des Eisbergs“. „Angriffe auf Schwachstellen von Routern sind für Angreifer äußerst lukrativ“, sagte Tim Berghoff vom IT-Sicherheitsdienstleister G Data. Theoretisch wäre es möglich gewesen, die Geräte unbemerkt zu kapern und später zu einem Botnetz zu verbinden, über das dann etwa Spam-Mails versendet oder auch sensible Daten ausspioniert werden könnten.

„Die Verantwortlichen hätten das Problem kennen müssen“

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.