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Versicherer Ergo würde auch in Energie und Infrastruktur investieren

Plötzlich ohne Partner

Mittwoch, 16.11.2016 15:21 von

Worauf muss sich die Welt einstellen, wenn Donald Trump das Präsidentenamt übernimmt? Es gibt drei mögliche Szenarien. In allen ist Deutschland einer der Verlierer. Ein Gastbeitrag von DIW-Chef Marcel Fratzscher.

Nach dem Schock kam die Überraschung: Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die Wahl Donald Trumps zum US Präsidenten. Die Aktienmärkte und der US-Dollar legten zu und fielen nicht – wie allgemein befürchtet – ins Bodenlose. Was sagt uns dies über die Auswirkungen für die Wirtschaft? Und was sind mögliche wirtschaftspolitische Szenarien, auf die wir uns in Deutschland werden einstellen müssen?

Zuerst einmal lässt sich festhalten, dass die versprochenen Wirtschaftspolitiken der beiden Kandidaten Trump und Clinton erstaunlich ähnlich sind. Beide hatten eine expansive Fiskalpolitik durch ein massives Investitionsprogramm, vor allem in die veraltete Infrastruktur, wie auch mehr wirtschaftlichen Protektionismus versprochen. Sicherlich war Trump aggressiver in seinen Forderungen, die auch Steuersenkungen, Deregulierung und eine restriktivere Geldpolitik beinhalteten.

Die Frage ist nun, ob und wie Trump diese Wirtschaftspolitik wird umsetzen wollen und können. Drei wirtschaftspolitische Szenarien sind vorstellbar. Das erste Szenario ist eines, in der der Protektionismus im Vordergrund steht. Die Sorge ist weniger, dass Trump die Freihandelsabkommen TTIP und TPP nicht umsetzen wird, sondern dass er durch den zum Scheitern verurteilten Versuch, Industriejobs aus dem Ausland in die USA zurückzubringen, neue schädliche Handelsbarrieren schafft.

Mindestens genauso stark wären jedoch die Investitionen deutscher und europäischer Unternehmen in den USA gefährdet. Sanktionen und Strafaktionen wie der US-Behörden gegen die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) könnten sich wiederholen und damit auch die Stellung europäischer Unternehmen im weltweit wichtigsten Markt empfindlich schwächen. 

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