Plädoyer für einen jüdischen Bundespräsidenten

Donnerstag, 03.11.2016 15:00 von

Am Sonntag wollen die Koalitionsspitzen über mögliche Bundespräsidenten-Kandidaten beraten. „Bild“-Herausgeber Diekmann hat eine konkrete Vorstellung, wer als Staatsoberhaupt infrage käme. Und erntet ein positives Echo.

Der von „Bild“-Herausgeber Kai Diekmann geäußerte Vorschlag, als Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck einen hochrangigen Vertreter aus einer jüdischen Gemeinde in Deutschland zu nominieren, ist auf ein positives Echo gestoßen.

„Ich schätze Kai Diekmann als hervorragenden Journalisten, scharfen Beobachter unsere Gesellschaft und klugen Kommentator des nationalen und des internationalen Geschehens“, sagte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, dem Handelsblatt. Er sei bekannt für „interessante Ideen“. Und seine jüngste Idee „birgt eine durchaus spannende Debatte und eine notwendige innerdeutsche Auseinandersetzung, die nichts mit dem zu vergebenden Amt zu tun hat, aber sehr viel mit Geschichte, Identität und gesellschaftlichem Selbstverständnis“, so Knobloch.

Diekmann hatte mit Blick auf die die Diskussion um das nächste Staatsoberhaupt in Deutschland auf Twitter erklärt: „Ich finde, es ist Zeit für einen jüdischen Bundespräsidenten: Salomon Korn!“ Korn ist Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main sowie Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Der neue Bundespräsident wird im Februar gewählt, Amtsinhaber Gauck tritt aus Altersgründen nicht wieder an. Die Parteichefs der Großen Koalition treffen sich am Sonntag in Berlin, um über die Kandidatenfrage zu beraten.Eigentlich wollten CDU, CSU und SPD möglichst einen gemeinsamen Kandidaten ins Rennen schicken, konnten sich bislang aber auf keinen Namen verständigen. Vor wenigen Tagen hatte SPD-Chef Sigmar Gabriel dann Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als möglichen Kandidaten genannt.Forsa-Chef empfiehlt SteinmeierIm „Stern“ empfiehlt Forsa-Chef Manfred Güllner, Steinmeier als gemeinsamen Kandidaten zu benennen, weil er über die Parteigrenzen hinweg beliebt sei und von der großen Mehrheit der Deutschen als geeigneter Nachfolger von Gauck gesehen werde.

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