Top-Thema

18:11 Uhr +1,51%
Aktien Frankfurt Schluss: Dax-Rally geht weiter - Feierlaune wegen EZB

Per Radikalumbau ins Ungewisse

Freitag, 30.09.2016 19:20 von

Die Commerzbank (Commerzbank Aktie) will mit Privatkunden massiv wachsen und durch den Stellenabbau Kosten senken. Aber das, was unterm Strich bleibt, überzeugt Anleger und Investoren noch nicht.

Der Anfang ist mehr als holprig. Erst sorgte eine Panne dafür, dass Grundzüge der neuen Commerzbank-Strategie schon vorzeitig am Mittwochabend im Intranet von Deutschlands zweitgrößter Bank landeten. Ein Fehler, über den er sich ärgere, räumte Commerzbank-Chef Martin Zielke am Freitag bei der offiziellen Präsentation der neuen Strategie "Commerzbank 4.0" ein. Aber: das sei kein digitaler Prozess gewesen. "Wenn das digitalisiert gewesen wäre, hätte sich der Fehler vielleicht verhindern lassen", sagt Zielke zweckoptimistisch. Kein Wunder, denn der Bankchef sucht sein Heil in der Digitalisierung. Digitale Prozesse sollen die Bank effizienter und am Ende auch profitabler machen.

Aktionäre sind davon zunächst nicht überzeugt. An Zielkes wohl bisher wichtigstem Tag seiner seit Mai dieses Jahres währenden Amtszeit als Chef der Commerzbank verliert die Aktie der Bank zeitweise mehr als acht Prozent und rangierte nur noch bei 5,33 Euro. Gut, auch die Commerzbank-Aktie wird in Sippenhaft genommen und surft auf der branchenweiten Welle nach unten mit. Allerdings sind Analysten auch skeptisch, ob die neue Strategie funktionieren wird. Vor allem die hohen Restrukturierungskosten von 1,1 Milliarden Euro veranlassten einige dazu, ihr Kursziel zu senken. Immerhin räumte Finanzvorstand Stephan Engels ein, es sei mit einer Durststrecke von zwei Jahren zu rechnen. Entsprechend will die Bank vorerst keine Dividende zahlen.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.