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Osterloh wirft Großeigner Porsche mangelnden Reformwillen vor

Sonntag, 20.11.2016 14:00 von

Nach wochenlangem Ringen haben sich Vorstand und Betriebsrat bei Volkswagen (VW Aktie) auf einen „Zukunftspakt“ für den Autobauer geeinigt. Doch nun kracht es an einer anderen Front. Der Betriebsratschef greift den Großaktionär an.

Nach dem angekündigten Abbau von Zehntausenden Jobs bei Volkswagen hängt der Haussagen zwischen dem Betriebsrat und VW-Großaktionär Wolfgang Porsche schief. „Wir wundern uns schon ziemlich, dass ausgerechnet Herr Dr. Porsche mal so locker zu Protokoll gibt: „Es haben alle gewusst, dass etwas passieren muss“, sagte Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Er forderte Porsche als den Sprecher der VW-Großeignerfamilie Porsche/Piëch zu mehr Reformwillen für die Neuausrichtung des Unternehmens auf und kritisierte seinerseits mangelnde Unterstützung des Auto-Clans.

„Von den Familien haben wir als Beschäftigte jedenfalls bis zum heutigen Tag keine Unterstützung dabei bekommen, die Missstände abzustellen. Und wir sehen da akut noch genug Handlungsbedarf - beispielsweise die absolut unbefriedigende Situation der Marke Volkswagen in vielen großen Regionen der Welt jenseits von China und Europa.“ Der Chef der Arbeitnehmervertreter kritisierte in Richtung des Großaktionärs: „Da kann Herr Dr. Porsche gerne konkret mithelfen, die richtigen Strategien durchzusetzen. Das hilft dem Unternehmen mehr als der Besuch eines Autorennens in Bahrain.“

Von der Sportveranstaltung in dem Golfstaat hatte sich Wolfgang Porsche mit dem kritisierten Zitat kurz nach Bekanntgabe des Zukunftspakts in der „Automobilwoche“ zu Wort gemeldet. Mit diesem Pakt einigten sich Arbeitgeber und Betriebsrat Ende vergangener Woche auf Reformen für die gewinnschwache Kernmarke und eine Neuausrichtung auf Elektromobilität und Digitalisierung. Der Pakt sieht auch einen sozialverträglichen Abbau von hierzulande bis zu 23.000 VW-Stellen in den nächsten Jahren vor.

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