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Ost-Beauftragte warnt: Nicht an Ost/West-Rentenangleichung rütteln

Sonntag, 02.10.2016 15:05 von

BERLIN (dpa-AFX) - Die Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke, hat davor gewarnt, die geplante Angleichung der Ost-Renten an das West-Niveau infrage zu stellen. Die Sozialdemokratin wies anlässlich des bevorstehenden Tags der deutschen Einheit darauf hin, dass die Angleichung im Koalitionsvertrag fest vereinbart ist, und erklärte am Sonntag in Berlin: "Das würde zu neuer Enttäuschung und Erbitterung führen und wäre Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten."

Die Bundesregierung ist sich über die Umsetzung bisher uneinig. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will die Angleichung bis 2020 in zwei Schritten umsetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel wies in der "Sächsischen Zeitung" (Samstag) aber auf Nachteile für die heutigen Arbeitnehmer im Osten hin. Bisher werden ihre im Schnitt niedrigeren Löhne bei der Rentenberechnung höher gewertet als West-Löhne. Ein Wegfall der Höherwertung könne dazu führen, "dass künftige Rentenansprüche niedriger als nach geltendem Recht ausfallen", sagte Merkel. Beides müsse man "sorgsam gegeneinander abwägen"./and/DP/he