Osram: Ob Siemens da mitspielt?

Donnerstag, 24.11.2016 13:30

Kommentar von Mark de Groot

Liebe Leser,

bisher musste der Osram-Vorstand nur Siemens und (möglicherweise) das Bundeswirtschaftsministerium als Gegner fürchten. Nun steigt die eigene Belegschaft auf die Barrikaden. Die Übernahmepläne eines chinesischen Investors sorgen für reichlich Wirbel.

Keine guten Erfahrungen mit China

Anfang November hatte der Vorstandsvorsitzende Olaf Berlien Gespräche mit Investoren bestätigt, die auf eine Komplettübernahme hinauslaufen könnten. Osram hat vor geraumer Zeit seine Leuchtensparte abgespaltet und sich auf die Produktion hochwertiger LEDs fokussiert. Für den Restkonzern arbeiten in Deutschland noch knapp 6.500 Mitarbeiter. Und diese sind alles andere als erfreut von den Plänen.

Nach der IG Metall hat sich jetzt auch der Betriebsrat deutlich zu Wort gemeldet. Eine feindliche Übernahme sei nicht akzeptabel und würde den Interessen der Arbeitnehmer zuwiderlaufen. Denn der Konzern habe weitaus bessere Zukunftschancen, wenn er unabhängig bleibe. Der Betriebsrat weiß durchaus gute Argumente auf seiner Seite.

Vor Jahre kooperierten Osram mit einem chinesischen Leuchtmittelhersteller. Der Deal brachte dem deutschen Konzern keinerlei Geld ein. Aber das chinesische Unternehmen tritt heute am Markt als direkter Wettbewerber auf und profitiert von dem damals gewonnenen Know-how. Deshalb forderte man sowohl den Hauptaktionär Siemens (17,5 %) als auch die Politik auf, den Übernahmeplänen einen Riegel vorzuschieben.

Siemens interessiert vorrangig das Geld

Ob Siemens dabei mitspielt, ist allerdings fraglich. Der Industriekonzern möchte lieber heute als morgen aus der ehemaligen Tochtergesellschaft aussteigen. Mit dem aktuellen Osram-Vorstand liegt man bereits seit vergangenem Jahr über Kreuz. Zentraler Streitpunkt ist der Strategiewechsel, der die Abwendung vom klassischen Lampengeschäft brachte. Siemens wird die Entscheidung also eher vom angebotenen Kaufpreis abhängig machen.

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