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Opel droht der große Aderlass

Mittwoch, 15.02.2017 13:32 von Handelsblatt

Sollte Peugeot (Peugeot Aktie) den deutschen Autobauer Opel schlucken, gäbe es im gemeinsamen Unternehmen plötzlich Vieles doppelt. Vor allem die deutsche Seite bekäme wohl die Konsequenzen zu spüren: Opel drohen schwere Einschnitte.

Jetzt kann es schnell gehen: Der US-Autobauer will Opel nach jahrelangen Verlusten an Peugeot verkaufen. GM-Chefin Mary Barra und Opel-Aufsichtsratschef Dan Ammann sind bereits zu Gesprächen mit dem Opel-Team in der Zentrale in Rüsselsheim eingetroffen, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Auch der Chef der französischen Peugeot-Gruppe PSA, Carlos Tavares, plant einem Firmensprecher zufolge Treffen auf oberster Ebene. Dies schließe auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ein.

GM-Chefin Barra warb bereits in einem Brief an die Opel-Belegschaft für einen Verkauf des Autobauers. Zwar gebe es keine Garantie für eine Einigung, ein möglicher Deal würde „die PSA-Gruppe sowie Opel/Vauxhall aufgrund der sich ergänzenden Stärken beider Unternehmen in die Lage versetzen, ihre Position auf dem sich rasch verändernden europäischen Markt zu verbessern“, zitiert die „Allgemeine Zeitung Mainz“ aus dem Schreiben. GM und PSA würden damit ihre jeweiligen strategischen Möglichkeiten voll ausschöpfen. „Wir würden alles daran setzen, bei der Transaktion sicherzustellen, dass die Interessen aller Beteiligten gewahrt werden“, so Barra weiter.

Die Politik sorgt sich insbesondere um die Jobs der Autobauer. Denn wenn Opel tatsächlich an Peugeot verkauft werden sollte, droht dem angeschlagenen hessischen Autohersteller ein schwerer Aderlass. Besonders die Belegschaft müsste sich auf einen drastischen Stellenabbau einstellen. Allein am zentralen Opel-Standort Rüsselsheim könnte mindestens ein Drittel der Jobs überflüssig werden. Das erwartet Ferdinand Dudenhöffer, Automobilprofessor an der Universität Duisburg-Essen. In Deutschland hat Opel gut 20.000 Beschäftigte, im restlichen Europa kommen noch einmal rund 16.000 dazu.

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