Top-Thema

08:27 Uhr
Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger warten vor Trumps Amtseinführung ab

Ölpreise verlieren - Zahl der Bohrlöcher in USA steigt weiter

Montag, 09.01.2017 13:09 von

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag deutlich nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete am Mittag 56,11 US-Dollar. Das waren 99 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel um 91 Cent auf 53,08 Dollar (Dollarkurs).

Marktbeobachter erklärten den Rückgang der Ölpreise unter anderem mit jüngsten Meldungen aus den USA. Laut Daten des Dienstleisters Baker Hughes (Baker Hughes Aktie) vom Freitag war die Zahl der US-Förderanlagen die zehnte Woche in Folge gestiegen und liegt nun auf dem höchsten Niveau seit einem Jahr. Experten weisen immer wieder darauf hin, dass Produzenten in den USA, die die umstrittene Frackingtechnologie anwenden, besonders flexibel auf die Preisentwicklung reagieren können.

Während US-Firmen offenbar wieder mehr fördern, gibt es Hinweise auf Produktionskürzungen durch Staaten des Ölkartells Opec, die gemäß einer entsprechenden Vereinbarung ihre Fördermengen zurückfahren. Vor allem Saudi-Arabien soll die zugesagte Reduzierung zu Beginn des Jahres nach Einschätzung von Experten tatsächlich umsetzen.

Rohstoffexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie) verwiesen als Begründung für die fallenden Ölpreise aber auch auf Förderdaten aus dem Irak. Das Land ist ebenfalls Mitglied der Opec und hat im Dezember die Rekordmenge von 3,51 Millionen Barrel pro Tag von den Ölhäfen im Süden des Landes exportiert./jkr/jsl/fbr