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Ölpreise steigen weiter - Gerüchte über Opec-Einigung

Mittwoch, 28.09.2016 20:30 von

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter nach oben geklettert. Händler verweisen auf Gerüchte, denen zufolge sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) auf eine Förderbegrenzung geeinigt habe. Diese solle im November in Kraft treten. Dem algerischen Ölminister Noureddine Boutarfa zufolge gehen die Gespräche der Organisation in Algier weiter.

Am Terminmarkt legte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November zuletzt um 3,99 Prozent auf 46,76 US-Dollar zu. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 3,59 Prozent auf 46,76 Dollar (Dollarkurs).

Ein Treffen von Vertretern wichtiger Förderländer in der algerischen Hauptstadt Algier brachte bisher offiziell keine Einigung auf eine Begrenzung der Fördermenge. Mit Saudi-Arabien und dem Iran rechnen zwei der wichtigsten Akteure auf dem Ölmarkt nicht mehr mit einer Übereinkunft in Algier. Vor allem Unstimmigkeiten zwischen den beiden großen ölproduzierenden Ländern hatten bisher einer Einigung auf eine Begrenzung der Fördermengen im Wege gestanden. Nicht-Opec-Mitglied Russland, ebenfalls wichtiger Ölproduzent auf dem Markt, zeigte sich bereit zu Gesprächen mit der Opec.

Auch wenn es zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Einigung auf Obergrenzen bei den Fördermengen kommen sollte, geben Rohstoffexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie) eines zu bedenken: Schon die aktuelle Fördermenge der Opec fällt höher aus als die Nachfrage auf dem Weltmarkt./he/mis