Ölpreise legen deutlich zu

Mittwoch, 21.09.2016 13:35 von

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch kräftig zugelegt. Händler erklärten den Anstieg mit der Spekulation auf eine Begrenzung der Fördermenge wichtiger Ölnationen und Meldungen über einem überraschend starken Rückgang der Ölvorräte in den USA. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 46,75 US-Dollar. Das waren 87 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 90 Cent auf 44,95 Dollar (Dollarkurs).

Neue Daten zu den Ölreserven in den USA trieben die Preise am Vorabend um jeweils etwa einen Dollar nach oben. Das private American Petroleum Institute (API) hatte gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl in den USA in der vergangenen Woche vergleichsweise stark um 7,5 Millionen Barrel gefallen sind. Ein Rückgang der Ölreserven kann auf ein geringeres Angebot oder eine stärkere Nachfrage hindeuten.

Am Nachmittag wird die US-Regierung die offiziellen Daten zu den amerikanischen Ölreserven veröffentlichen. Hier rechnet der Markt allerdings mit einem Anstieg der Lagerbestände um 3,25 Millionen Barrel.

Generell bleibt aber das geplante Treffen des Ölkartells Opec in der kommenden Woche in der algerischen Hauptstadt Algier ein wichtiges Thema am Ölmarkt. Der algerische Energieminister Noureddine Bouterfa sagte am Dienstag, dass die Bedeutung der Zusammenkunft von einem informellen Treffen zu einem außerordentlichen Treffen aufgewertet werden könnte. In Algier geht es um eine mögliche Begrenzung der Ölförderung zwecks Preiskontrolle zwischen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und anderen Produzenten wie Russland.

Der Preis für Rohöl der Opec ist gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 41,55 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 54 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jsl/stw