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Ölpreise gesunken

Donnerstag, 01.09.2016 18:16 von

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag an die starken Vortagesverluste angeknüpft und sind weiter gesunken. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 45,87 US-Dollar. Das waren 1,02 Dollar (Dollarkurs) weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Oktober fiel um einen Dollar auf 43,70 Dollar.

Ausschlaggebend für die fallenden Ölpreise war überwiegend ein überraschend starker Anstieg der US-Ölreserven. Die Vorräte waren nach Angaben des Energieministeriums vom Vortag um 2,28 Millionen auf 525,9 Millionen Barrel gestiegen. Die Experten hatten mit einem deutlich geringeren Anstieg gerechnet.

Rohstoffexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie) begründeten den Anstieg der US-Ölreserven mit deutlich gestiegenen Rohölimporten. Diese hätten mit zuletzt gut 8,9 Millionen Barrel pro Tag das höchste Niveau seit fast vier Jahren erreicht. Über den gesamten Sommer hinweg seien die Importe deutlich höher gewesen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, hieß es weiter bei der Commerzbank.

Eine überraschend deutliche Eintrübung der Industriestimmung in den USA habe zudem die erwartete Ölnachfrage etwas gedämpft, hieß es aus dem Handel. Der Einkaufsmanagerindex ISM war um 3,2 Punkte auf 49,4 Zähler gefallen und signalisiert damit eine leichte Schrumpfung der Industrieproduktion.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist zuletzt kräftig gesunken. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 43,91 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 1,34 Dollar weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./tos/jsl/he