Ölpreise erholen sich von Vortagesverlusten

Donnerstag, 15.09.2016 12:43 von

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Donnerstag etwas von den Verlusten der Vortage erholt. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 46,31 US-Dollar. Das waren 46 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober stieg um 32 Cent auf 43,90 Dollar (Dollarkurs).

Am Vortag hatte die US-Regierung gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl in den USA in der vergangenen Woche um etwa 0,6 Millionen Barrel gefallen waren. Der Markt war hingegen von einen kräftigen Anstieg ausgegangen. Sinkende Ölvorräte können ein Hinweis auf ein geringeres Angebot oder höhere Nachfrage sein und stützen in der Regel die Ölpreise.

Rohstoffexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie) verwiesen allerdings auf die Entwicklung der Lagerbestände bei den Ölprodukten. Diese waren zuletzt kräftig gestiegen, was die Ölpreise am Vortag noch belastet hatte. Außerdem wurden die Ölpreise durch Meldungen aus Libyen und Nigeria zeitweise belastet. In den beiden wichtigen Förderländer deutet sich ein Anstieg der Ölexporte an.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist erneut gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 42,56 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 35 Cent weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jsl/zb