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Ölpreis belastet Bosch-Tochterfirma

Samstag, 14.01.2017 14:00 von

Hydraulik-Elemente des Industrieunternehmens Bosch Rexroth sind auf der ganzen Welt verbaut, in Theaterbühnen genauso wie in Schleusentoren. Doch die Probleme einer anderen Branche machen dem Geschäft schwer zu schaffen.

Bosch Rexroth sieht für sein schwächelndes Industriehydraulik-Geschäft kein Licht am Ende des Tunnels. Die Öl-, Bergbau- und Stahlbranchen lägen weltweit am Boden - „wir erwarten, dass sich diese angespannte Situation in den nächsten fünf Jahren fortsetzen wird“, sagte Firmenchef Rolf Najork der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Die Bosch-Tochterfirma mit ihren 31 000 Mitarbeitern ist Zulieferer für diese Branchen. Ein Drittel des Geschäftsvolumens entfällt auf die Industriehydraulik, etwa mit Ventilen, Pumpen und Riesenzylindern. Letztere wurden beispielsweise bei Panamakanal-Schleusen genutzt.

Auch wegen des niedrigen Ölpreises seien die Rohstoff-Branchen in einem Tief, es hätten sich „gewaltige Überkapazitäten“ aufgebaut, sagte Najork. Die Nachfrage nach Hydraulik-Produkten sei entsprechend niedrig. „Wer profitabel bleiben will, der muss seine Strukturen an die Marktsituation anpassen und eine hohe Fertigungseffizienz haben“, sagte der 55-Jährige.

Zum Geschäftsverlauf 2016 wollte Najork noch keine Zahlen nennen, dies soll wie üblich erst im April geschehen. Eher vage sagte er: „Obwohl der Markt sehr angespannt gewesen ist, haben wir unsere Ziele für 2016 erreicht.“ 2015 hatte Bosch Rexroth einen Umsatzrückgang von 3,2 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro verbucht.

Die Bosch-Tochter mit Sitz in Lohr (Bayern) sowie Standorten in Horb am Neckar und Schwieberdingen (Baden-Württemberg) sowie anderen Orten hat einen Sparkurs hinter sich, etwa 1500 Stellen in der gesamten Firma wurden bereits abgebaut oder werden dies noch bis Ende 2018. Bei dem sozialverträglichen Stellenabbau liege man im Plan, sagte Najork. Man sei „moderat“ vorgegangen - im Gegensatz zur US-Konkurrenz.

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