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Öl-Minister gegen Förderkürzung

Dienstag, 11.10.2016 14:40 von

Der russische Energieminister Nowak spricht sich gegen eine mögliche Drosselung der Ölfördermenge aus. Damit stellt er sich gegen Putin, der eine Kooperation mit der Opec bei diesem Thema in Aussicht gestellt hat.

In Russland werden Stimmen gegen eine mögliche Öl-Förderkürzung laut. Energieminister Alexander Nowak sagte am Dienstag, er wolle sich nicht an einer vom Ölkartell Opec angeregten Drosselung der Fördermenge beteiligen. Denkbar sei allenfalls, die Produktion auf dem derzeitigen Niveau einzufrieren. Doch auch das lehnt der Chef des größten russischen Ölkonzerns Rosneft ab. "Warum sollten wir das tun?", sagte Igor Setschin der Nachrichtenagentur Reuters. Präsident Wladimir Putin hatte indes zuletzt den Schulterschluss mit den Opec-Staaten gesucht und eine Obergrenze in Aussicht gestellt. Ein Kreml-Sprecher sagte, Bedingung für eine Kooperation sei, dass sich die Opec-Staaten auf konkrete Schritte einigten

Rosneft steuert etwa zwei Fünftel zur gesamten Ölfördermenge Russlands bei. 2015 produzierte das Unternehmen 4,1 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) pro Tag, im laufenden Jahr soll es noch mehr werden. Setschin ist für seine ablehnende Haltung der Opec gegenüber bekannt. Er bezweifelte zudem, dass auch einige Mitgliedsländer wie der Iran, Saudi-Arabien oder Venezuela sich an einer Drosselung beteiligen sollten. Das Kartell hatte sich im September für eine Förderbegrenzung ausgesprochen, Details sollen im November festgelegt werden.

Für Mittwoch ist ein informelles Treffen von Vertretern des Ölkartells und Russlands in Istanbul geplant. Doch wichtige Opec-Vertreter machen nun einen Rückzieher. Er werde an dem Treffen nicht teilnehmen, sondern es aus der Ferne verfolgen, sagte der saudische Energieminister Khalid al-Falih. Er verwies zudem auf Daten aus den USA. Diese zeigten, dass die Überkapazitäten am Ölmarkt zurückgingen.

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