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OECD-Staaten fordern strukturelle Reformen im Nahen Osten

Montag, 03.10.2016 19:03 von

TUNIS (dpa-AFX) - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat strukturelle Reformen in den Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas gefordert. Nur so könnten Handel und Investitionen in der Region stabilisiert und das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierungen zurückgewonnen werden, erklärte die regionale Ministerkonferenz der OECD am Montag in Tunis. Korruption, Unsicherheit und eine schlechte wirtschaftliche Lage führten dazu, dass vor allem junge Menschen ihre Heimat verließen.

Sieben Jahre nach der letzten Ministerkonferenz der arabischen OECD-Staaten einigten sich die Länder auf eine Erklärung, um die Probleme in der Region anzugehen. So sollen junge Menschen und Frauen besser integriert, private Investitionen erleichtert und Korruption in den Behörden bekämpft werden. "Es ist entscheidend, dass die soziale Ungleichheit abgebaut wird", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria.

Nach den politischen Umwälzungen 2011 kämpfen viele Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas mit wirtschaftlichen und sozialen Problemen. Das Wirtschaftswachstum liegt im Schnitt bei 2,3 Prozent und damit deutlich unter dem Niveau anderer Entwicklungsländer. In Syrien, Jemen und dem Irak dauern langjährige Bürgerkriege an./sus/DP/he