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Notenbanker lähmen Aktienanleger

Montag, 05.09.2016 14:20 von

Der Börsensommer geht zu Ende. Die Anleger halten sich angesichts anstehender Notenbankentscheidungen mit Käufen zurück. Doch je länger aber die Seitwärtsbewegung im Dax anhält, desto größer wird ihre Zuversicht.

Die große Frage der Woche lautet: Was macht die Europäische Zentralbank (EZB)? Am Donnerstag kommen die Notenbanker erstmals nach der Sommerpause zur Ratssitzung zusammen. Eine expansivere Geldpolitik scheint durchaus in Reichweite. Schließlich hatte Mario Draghi im Juli, also vor der Sommerpause, angekündigt, dass er zu weiterem Handeln bereit sei. Zuletzt lag die Inflationsrate im August mit 0,2 Prozent weit unter dem EZB-Ziel von zwei Prozent. Die Frage ist: Was wird und kann Draghi tun?

Das treibt auch die Anleger um. Schließlich haben die Entscheidungen der Notenbanken einen erheblichen Einfluss auf die Aktienmärkte. Auf der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“ beklagte etwa UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber, dass sich die Märkte derzeit im Griff der Notenbanken befänden. Dazu trügen nicht zuletzt ihre massiven Anleihekaufprogramme bei. Sobald sich eine Umkehr der ultralockeren Geldpolitik in den Industriestaaten ankündige, wie etwa in den USA, reagiere der Aktienmarkt mit fallenden Kursen.

Aus den USA kamen am Freitag indes schwache Arbeitsmarktdaten. Statt um 180.000 Stellen ist die US-Wirtschaft nur um 150.000 gewachsen. Das Gros der Anleger hakt damit eine Zinserhöhung im September ab. Sie rechnen allenfalls im Dezember mit dem nächsten Zinsschritt. Für den deutschen Aktienmarkt wirkte sich dies positiv aus. Der Dax legte am Freitag rund 1,4 Prozent auf 10.684 Punkte zu. Im Wochenverlauf steht ein Plus von 0,9 Prozent zu Buche. „Dem Wunsch nach günstigen Kaufkursen wurde vorerst nicht entsprochen“, erklärt so auch Stephan Heibel.

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