Notenbanken vermiesen Händlern das Geschäft

Donnerstag, 06.10.2016 09:00 von

Täglich werden am Devisenmarkt 4,5 Milliarden Euro umgesetzt, aber die Händler erleben eine extreme Verlustserie. Auch das populärste Währungspaar der Welt verschafft ihnen keine Atempause - weil es sich kaum bewegt.

Im abgelaufenen Quartal hatte sich der Euro in der engsten Spanne aller Zeiten zum Dollar (Dollarkurs) bewegt. Das verdeutlicht die wohl größte Herausforderung, vor der Händler standen: Die für sie gewinnbringende Volatilität, die Schwankungen zwischen den einzelnen Währungen, ging am gesamten Devisenmarkt zurück, an dem täglich 5,1 Billionen Dollar (rund 4,5 Milliarden Euro) umgesetzt werden. Das sorgte dafür, dass ein Index für die Erträge der besten Fonds im September bereits den siebten Monat in Folge nachgab.

Der Knackpunkt sind vor allem die Zentralbanken. Der Divergenz-Handel, wonach sich die Federal Reserve mit Zinserhöhungen von ihren wichtigsten Konkurrenten absetzt und den Dollar nach oben schickt, gerät ins Stocken. Eine lustlose US-Konjunktur zwingt die dortigen Notenbanker, die Straffung aufzuschieben.

Der Euro trat zuletzt auf der Stelle. Investoren kamen zu dem Schluss, dass der Europäischen Zentralbank (EZB) die Munition ausgeht, um die Geldmenge auszuweiten. Das trübe Bild breitete sich sogar auf den Yen aus, der unter den Währungen der Industriestaaten in diesem Jahr die beste Entwicklung aufwies. Händler versuchen, sich einen Reim auf die jüngsten Maßnahmen der japanischen Notenbank zu machen.

„Die meisten dieser Manager schnitten ziemlich gut ab, als sie sich 2014 und 2015 den Wetten auf einen steigenden Dollar anschlossen“, sagt Ugo Lancioni, Vermögensverwalter in London bei Neuberger Berman Group LLC. „Aber jetzt, wo es keinen Trend gibt, haben sie zu kämpfen.“

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