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Nordex: In Deutschland trübt sich die Lage ein!

Freitag, 14.10.2016 12:17

Kommentar von Hermann Pichler

Lieber Leser,

die Aktie des Hamburger Windturbinenbauers Nordex hat sich zuletzt deutlich eingetrübt. Vergessen scheinen die zum Teil dreistelligen Kurszuwächse der vergangenen Jahre. Im Sog der allgemeinen Kapitalmarktturbulenzen war das Papier zu Beginn dieses Jahres deutlich unter Druck geraten, seither scheiterte der TecDAX-Titel mehrfach daran, sich nachhaltig zu erholen. Seit Jahresbeginn hat der Anteilsschein gut ein Viertel seines Wertes eingebüßt.

Und die mittelfristigen Perspektiven sind hierzulande ebenfalls nicht die allerbesten. Im deutschen Bundesgebiet, auf das im letzten Jahr 37 Prozent der Nordex-Aufträge entfielen, werden sich die Rahmenbedingungen für Windenergie verschlechtern. Ab dem kommenden Jahr tritt die neue EEG-Reform in Kraft mit der Folge, dass pro Jahr nur noch Windkraftprojekte im Gesamtwert von 2.800 Megawatt ausgeschrieben werden. Und es kommt noch dicker: Wegen fehlender Netzkapazitäten soll die Förderung von Windkraft in den norddeutschen Ausbaugebieten, die zu den attraktivsten gehören, eingeschränkt werden. Den Entwurf für eine entsprechende Verordnung der Bundesnetzagentur soll die Regierung bereits erarbeitet haben. So gesehen ist nicht auszuschließen, dass sogar das neue reduzierte Ausschreibungsvolumen nicht zur Gänze ausgeschöpft werden kann.

Abhilfe sollen die Nordex-Aktivitäten im Ausland schaffen. Durch den Zukauf des spanischen Windkraftgeschäfts Acciona Windpower (AWP) hat sich der Konzern Zugang zu interessanten Wachstumsmärkten in Schwellenländern, insbesondere auf dem südamerikanischen Kontinent, gesichert. Anleger sollten auf alle Fälle die weitere Entwicklung der Auftragseingänge im Blick behalten. Setzt sich die hohe Auftragsdynamik fort, könnte es auch für die Aktie bald wieder bergauf gehen.

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