Nordex erwartet brummende Geschäfte in den USA

Montag, 19.09.2016 10:40

Kommentar von Hermann Pichler

Lieber Leser,

der Windturbinenbauer Nordex geht davon aus, dass das Windkraftgeschäft in den USA zum Ausklang des Jahres noch einmal kräftig Fahrt aufnehmen wird. Dies erklärte Vorstandschef Lars Bondo Krogsgaard im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Hintergrund seien die aktuell geltenden Kaufanreize in Übersee, die ab 2017 schrittweise zurückgefahren werden. Wer noch in diesem Jahr mit dem Bau von Windkraftanlagen beginnt oder zumindest 5 Prozent der Gesamtkosten investiert, erhält die vollen Förderkosten von 2,30 US-Dollar pro Kilowattstunde. Ab dem kommenden Jahr wird die Steuervergünstigung jährlich um 20 Prozent reduziert. Trotzdem werde der US-Markt auch in den Jahren danach eine große Rolle für den Auftragseingang des Hamburger TecDAX-Unternehmens spielen. „Wir werden im vierten Quartal einen Boom in den USA erleben und hohe Volumina in den kommenden vier Jahren“, sagte der dänische Konzernchef.

Durch den Zukauf des spanischen Windkraftgeschäfts Acciona Windpower (AWP) sei Nordex in der Lage, auch Großaufträge von 100 bis 200 Megawatt an Land zu ziehen. In den kommenden zwei Jahren will die „erweiterte Nordex“ den Umsatz verdoppeln und so zum dänischen Weltmarktführer Vestas aufschließen. Krogsgaard bestätigte, dass man auf einem guten Weg sei, durch die Zusammenlegung der Einkaufs- und Vertriebsprozesse bis 2019 mindestens 95 Mio. Euro einzusparen. „Wir glauben, dass es die Chance gibt, bei den Synergien noch ein bisschen mehr rauszuholen.“

Die Jahresziele für das laufende Jahr wurden von Seiten des Managers bestätigt. Demnach sollen Umsätze von 3,35 bis 3,45 Mrd. Euro und eine operative Rendite (Ebitda-Marge) von 8,3 bis 8,7 Prozent erzielt werden. In den Orderbüchern kalkuliert man auf Jahressicht mit Neugeschäften im Gesamtwert von 3,4 Mrd. Euro. AWP, das seit April in den Nordex-Bilanzen auftaucht, zeichnete im zweiten Quartal bereits für mehr als die Hälfte (53,6 Prozent) der Neuaufträge verantwortlich. Zuletzt erzielte die neue Spanien-Tochter einen Jahresumsatz von 950 Mio. Euro.

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