Niedriger Milchpreis drückt auf den Gewinn

Freitag, 28.10.2016 10:20 von

Der Nettogewinn von Gea ist im dritten Quartal um drei Viertel auf fast 40 Millionen Euro gefallen. Auch die Jahresziele wurden reduziert. Ein Grund ist die schwächelnde Milchindustrie, die weniger Investitionen tätigt.

Die schwache Auslastung in einigen Bereichen und ausufernde Kosten bei einigen Großprojekten haben dem Anlagenbauer Gea einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der Nettogewinn stürzte im dritten Quartal um 76 Prozent auf 39,6 Millionen Euro ab, wie Gea mitteilte. Operativ sank der bereinigte Gewinn (Ebitda) um knapp 22 Prozent auf 112,7 Millionen Euro, während die Erlöse auf Vorjahresniveau verharrten.

Dem überwiegend für die Nahrungsmittelindustrie produzierenden Konzern macht vor allem die schwächelnde Milchindustrie zu schaffen, die sich wegen des Preisverfalls bei Milch mit Investitionen zurückhält. Daher hatte Gea-Chef Jürg Oleas bereits in der vergangenen Woche seine Jahresziele zusammengestrichen. „Neben dem anhaltend positiven Geschäft in vielen unserer Kundenindustrien sind im abgelaufenen Quartal leider Belastungen in einzelnen Bereichen des Konzerns aufgelaufen, die wir auf Jahressicht nicht mehr vollständig kompensieren können“, erklärte er nun.

Oleas rechnet 2016 nur noch mit einem Ebitda von 570 Millionen Euro inklusive zehn Millionen Euro aus einem Zukauf. Zuvor hatte er ohne die Akquisition 645 bis 715 Millionen Euro angepeilt. Beim Umsatz erwartet Oleas einen moderaten Rückgang statt eines moderaten Zuwachses. 2015 erwirtschaftete der Konzern bei einem Umsatz von 4,6 Milliarden ein bereinigtes Ebitda von 621 Millionen Euro.

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