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„Nichts Belastendes“ gegen Rupert Stadler gefunden

Freitag, 23.09.2016 18:00 von

Audi ist möglicherweise tiefer in den Abgasskandal verstrickt als bisher bekannt – doch Audi-Chef Rupert Stadler bleibt im Amt. Insider erklärten übereinstimmend, gegen den Manager liege „nichts Belastendes“ vor.

Audi-Chef Rupert Stadler kann sich trotz möglicher Verstrickungen des Vorstands in den Dieselskandal an der Spitze der wichtigen Ingolstädter Konzerntochter halten. Die Befragung des Managers durch die von Volkswagen (VW Aktie) beauftragte US-Anwaltskanzlei Jones Day habe nichts Stichhaltiges gegen ihn erbracht, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. „Stadler ist weiterhin Vorstand. Es wurde nichts Belastendes gegen ihn gefunden“, sagte ein weiterer Insider.

In Medienberichten war spekuliert worden, der Audi-Chef, der auch Vorstand bei Volkswagen ist, sei stärker unter Druck geraten, weil Audi tiefer in die Abgasmanipulationen verwoben sei als bislang bekannt. Ein dritter Eingeweihter sagte: „Bis jetzt ist dem Unternehmen nichts vorgelegt worden, was dafür sprechen würde, Herrn Stadler zu entlassen.“

Weder Volkswagen noch Audi äußerten sich dazu. Vertreter von Jones Day sollten dem Aufsichtsrat von Volkswagen am Freitag über den Stand der Ermittlungen berichten. Stadler wurde einem weiteren Insider zufolge am Mittwoch von den internen Ermittlern der US-Kanzlei zu seiner Rolle in dem Abgasskandal befragt. Dabei soll es auch darum gegangen sein, wann er von dem Einsatz der verbotenen Software für die Motorensteuerung erfahren hat. Details wurden nicht bekannt.

Stadler ist seit 2007 Chef der VW-Tochter Audi. Seine Befragung fand vor dem Hintergrund statt, dass Audi-Entwicklungsschef Stefan Kirsch wegen von Jones Day aufgedeckter Ungereimtheiten kalt gestellt wurde.

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