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Neuwagen-Käufer dürfen wohl auf makelloses Auto bestehen

Mittwoch, 26.10.2016 11:12 von

KARLSRUHE (dpa-AFX) - Käufer eines Neuwagens dürfen die Annahme wohl auch schon bei einem kleinen Mangel verweigern. Das zeichnete sich am Mittwoch in einer Verhandlung am Bundesgerichtshof (BGH) ab. In dem Fall hatte der Käufer für rund 21 500 Euro einen Fiat als EU-Importfahrzeug bestellt. Als ihm das Auto wie vereinbart an seinen Wohnort in Wangen im Allgäu geliefert wurde, hatte es in der Fahrertür eine kleine Delle. Solange der Schaden nicht behoben war, wollte der Mann das Auto nicht bezahlen. Der Händler bot nur einen Nachlass um 300 Euro an, obwohl eine Werkstatt die Reparaturkosten auf mehr als 500 Euro schätzte. Nach einigem Hin und Her musste der Verkäufer den Fiat zurück zu sich nach Oberbayern holen lassen, ausbessern und ohne Delle ein zweites Mal ausliefern.

Auf den Kosten dafür bleibt er wohl sitzen, wie die Karlsruher Richter schon einmal durchblicken ließen. Ein Mangel sei immer eine Pflichtverletzung des Verkäufers, sagte die Vorsitzende Richterin Karin Milger. Dafür habe die Werkstatt wohl zu wenig angeboten. Ein Urteil sollte es gegen Mittag geben. (Az.: VIII ZR 211/15)/sem/DP/stb