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Neuer Streik der Flugbegleiter droht

Mittwoch, 05.10.2016 19:20 von

Der Tarifkonflikt bei Eurowings geht in die nächste Runde: Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat für nächste Woche einen neuen Streik angekündigt. Der Streik fällt in einigen Bundesländern in die Ferienzeit.

Bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings rückt ein Streik der Flugbegleiter näher. "Wir bereiten für nächste Woche einen massiven Arbeitskampf bei Eurowings vor", sagte Nicoley Baublies, Tarifvorstand der Kabinenpersonalgewerkschaft Ufo. Mit der Eurowings-Spitze habe es seit zehn Tagen keinen Kontakt gegeben. Von einem neuen Tarifangebot, das Eurowings in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Mitarbeiterbrief erwähnt, habe er keine Kenntnis. Eine Nachfrage bei Eurowings sei ergebnislos geblieben.

"Das Angebot liegt uns nicht vor." In dem Schreiben spricht Eurowings-Topmanager Jörg Beißel von einem angepassten Tarifangebot an Ufo. Die Firmenspitze sei zuversichtlich, auf der Basis bald Tarifverhandlungen aufnehmen zu können.

Die Eurowings-Flotte zählt 90 Flugzeuge, die hauptsächlich kleinere Flughäfen wie Hamburg, Düsseldorf, Köln und Berlin anfliegen. Davon können nach früheren Aussagen der Airline nur 23 Jets bestreikt werden. Sollte Ufo Ernst machen, wäre es nicht der erste Streik bei Eurowings: Vor zwei Wochen legten ebenfalls die Flugbegleiter nach einem Aufruf von Verdi die Arbeit nieder. Die Flugausfälle und Verspätungen blieben aber sehr überschaubar.

Hintergrund der Streikdrohung von Ufo ist ein lange Zeit schwelender Konflikt. Die Gewerkschaft und die Eurowings-Spitze versuchten zwei Jahre lang, sich auf neue Tarifverträge über die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung zu einigen. Damit sollte sichergestellt werden, dass das geplante Wachstum von Eurowings nicht auf Kosten der Mitarbeiter stattfindet. Die letzte Gehaltserhöhung gab es bei Eurowings 2009.

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