Neuer Rückenwind für Clinton treibt den Dax an

Montag, 07.11.2016 19:20 von

Hillary Clintons Vorsprung in aktuellen Umfragen sorgt für eine Erleichterung am deutschen Aktienmarkt. Dennoch schätzen Marktbeobachter die Lage weiterhin als sehr unsicher ein.

Neuer Rückenwind für Hillary Clinton kurz vor der US-Präsidentschaftswahl hat am deutschen Aktienmarkt am Montag für deutliche Erleichterung gesorgt. Der Dax stieg mit dem Handelsschluss am Montag auf sein Tageshoch bei 10 456,95 Punkten und verzeichnete damit ein Plus von 1,93 Prozent. Damit erholte sich der Leitindex etwas von seinem rund vierprozentigen Verlust der vergangenen Woche.

Der MDax gewann 1,22 Prozent auf 20 677,21 Punkte, und der Technologiewerte-Index TecDax legte um 1,84 Prozent auf 1722,49 Punkte zu. In den USA ergaben die Prüfungen der neu entdeckten E-Mails von Hillary Clinton laut dem FBI keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten der demokratischen Präsidentschaftskandidatin. Die neuerlichen Untersuchungen hatten Clinton zuletzt leichte Einbußen in den Umfragen beschert und den als unberechenbar geltenden republikanischen Kontrahenten Donald Trump besser dastehen lassen.

Die aktuellen Kursentwicklungen am Aktienmarkt, so ein Marktbeobachter, schienen aber „recht emotional geprägt“ zu sein. Die Unsicherheit über eine Nachhaltigkeit der Kursgewinne sei daher recht hoch. Der US-Wahlausgang sei zudem weiter völlig offen, kommentierte Jochen Stanzl von CMC Markets. „Und spätestens seit der Brexit-Abstimmung wissen die Anleger, dass Umfragen nicht das Papier wert sind, auf dem sie veröffentlicht werden.“

Der Bankensektor legte kräftig zu, was vor allem an starken Quartalszahlen der britischen Bank HSBC und der Hoffnung auf bald steigende Zinsen in den USA lag. Für den Fall eines Wahlsieges von Hillary Clinton rechnen die meisten Marktteilnehmer mit einer Leitzinsanhebung der US-Notenbank Fed im Dezember. An der Dax-Spitze legten die Papiere der Commerzbank (Commerzbank Aktie) um 5,21 Prozent zu. Gleich dahinter folgten mit plus 5,19 Prozent die Anteile der Deutschen Bank.

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