Neue Spielregeln für die Lkw-Bauer

Montag, 12.09.2016 09:20 von

Die Digitalisierung beschert der Lkw-Branche neue Geschäftsmodelle. Besonders das Autonome Fahren dürfte für zusätzliche Umsätze sorgen. Doch für die Großen der Branche entstehen auch neue, schlagkräftige Rivalen.

Der Nutzfahrzeugbranche stehen glänzende Zeiten bevor. Das glaubt zumindest die Unternehmensberatung McKinsey in einer aktuell vorgestellten Studie. Bis zum Jahr 2025 werde der Umsatz beim Verkauf von Lastwagen mit einem Gewicht von mehr als sechs Tonnen von zuletzt 150 Milliarden Euro auf 240 Milliarden Euro zulegen. Der Gewinn der Branche werde im selben Zeitraum von neun auf etwa 15 Milliarden Euro steigen. Kurz vor dem Start der Lkw-IAA in Hannover sind das gute Nachrichten für die Branche. Die weltgrößte Nutzfahrzeug-Messe beginnt in gut einer Woche.Die klassischen Hersteller von Lastwagen sollten sich aber nicht zu früh freuen. Ein Großteil des zusätzlichen Geschäftsvolumens stammt nicht aus dem reinen Verkauf der Lkw, sondern aus neuen Technologien wie etwa dem Autonomen Fahren. Die Digitalisierung biete „den Lkw-Herstellern die Chance, sich über das Fahrzeug hinaus mit neuen Geschäftsmodellen zu differenzieren“, betont Andreas Tschiesner, Automobilexperte bei McKinsey.Noch ist nicht ausgemacht, dass die Lkw-Hersteller von heute wirklich diese zusätzlichen Geschäfte auch tatsächlich für sich verbuchen können. Sie müssen sich der Digitalisierung öffnen und die neuen Geschäftsfelder auch wirklich in den eigenen Unternehmen verankern.Etablierte Lkw-Hersteller wie Mercedes, MAN und Scania stehen wahrscheinlich vor der größten Herausforderung in ihrer Unternehmensgeschichte. Sie müssen sich den neuen Herausforderungen stellen. Gelingt ihnen das nicht, dann laufen sie Gefahr, dass sie von neuen Konkurrenten wie Tesla oder Google (Alphabet A Aktie) überholt werden. „Gerade die digitalen Wettbewerber agieren viel schneller als ein klassischer Hersteller. Die Lkw-Produzenten müssen Gas geben und ihre Organisation auf schnellere Veränderungszyklen ausrichten“, unterstreicht Romed Kelp, Nutzfahrzeug-Experte bei der Managementberatung Oliver Wyman.

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