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Neue Schummelvorwürfe gegen Audi

Sonntag, 13.11.2016 12:40 von

Der Abgasskandal ist nicht ausgestanden: Die VW-Tochter Audi hat einem Medienbericht zufolge in den USA auch die CO2-Werte von Benzinmotoren mit Software manipuliert. Jetzt ermittelt die Umweltbehörde.

Audi droht in den USA neuer Ärger: Die Umweltbehörde EPA untersucht, ob die VW-Tochter auch in einigen Modellen mit Benzinmotoren eine illegale Software zur Einhaltung der Umweltvorschriften eingesetzt hat. In der kommenden Woche müssten hochrangige Techniker des Konzerns bei der Behörde vorsprechen, berichtete die „Bild am Sonntag“ (BamS). Auch das US-Justizministerium habe mehrere Audi-Ingenieure vorgeladen. Die beteiligten Parteien lehnten eine Stellungnahme ab. Auch in Deutschland drohen neue Ermittlungen.

Nach Informationen der „BamS“ hat Audi in verschiedenen Modellen mit Drei-Liter-Benzinmotor und Automatikgetriebe die Normen zum Umweltschutz umgangen. Diese habe dem Autobauer ermöglicht, den Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) im Testbetrieb zu senken, berichtete die Zeitung.

Damit sieht sich der VW-Konzern neuen Vorwürfen ausgesetzt. Das Unternehmen hatte im September 2015 nach Ermittlungen von US-Behörden eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben. Diese sorgte bei Abgastests für einen geringeren Ausstoß von Stickoxiden.

Auch in Deutschland sollen Prüfer die Audi-Fahrzeuge genauer testen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führe im Rahmen einer Sonderprüfung bei zahlreichen Audi-Modellen nun eigene Messungen durch, dabei gehe es vor allem um den CO2-Ausstoß, berichtete die Zeitung. Das Bundesverkehrsministerium teilte am Sonntag mit, das KBA gehe dem Sachverhalt nach.

„Aufgrund der laufenden Gespräche mit den Behörden in den USA können wir uns lediglich zu der Situation in Europa äußern“, erklärte Audi am Sonntag. Gegenüber dem KBA als zuständiger europäischer Genehmigungsbehörde habe Audi die technischen Hintergründe zu adaptiven Schaltprogrammen erläutert und technische Informationen zur Verfügung gestellt. „Weitere Gespräche mit dem KBA werden folgen.“

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