Musik-Festivals im Stresstest

Sonntag, 25.09.2016 08:20 von

2016 war ein schwieriges Jahr für die Veranstalter. Steigende Kosten durch heftige Unwetter und erhöhte Sicherheitsmaßnahmen bringen höhere Ticketpreise – und verschrecken das wichtige junge Publikum.Es war die Terrorgefahr, auf die sich die großen Musikfestivals im Sommer 2016 besonders eingestellt hatten. Polizisten in bunter Party-Kluft mischten sich unauffällig unter die Besucher des Southside-Festivals, Panzersperren riegelten die direkten Zuwege zum Gelände ab, damit kein Lastwagen wie in Nizza in die Menge rasen könnte. Beim Berliner Lollapalooza-Festival streiften in den frühen Morgenstunden sogar Spürhunde über das Gelände, um nach Sprengstoff zu schnüffeln.Zu Attentaten kam es nicht – dafür setzten unerwartet heftige Unwetter den Veranstaltern zu. Marek Lieberberg musste die 90.000 Besucher von Rock am Ring wegen heftiger Gewitter nach Hause schicken, FKP Scorpio Teile von Hurricane und Southside im Starkregen absagen. Für die Veranstaltungsbranche bedeutet das: Die Kosten steigen, während der Wettbewerb um Künstler und Besucher weiter zunimmt. Es geht um keine kleinen Summen: Auf 2,7 Milliarden Euro bezifferte die GfK (GFK Aktie) schon 2013 den Markt für Musikveranstaltungen in Deutschland. Allein beim Doppel-Festival Southside und Hurricane, das am selben Wochenende mit ähnlichem Line-up stattfindet, setzt der Veranstalter fast 23 Millionen Euro um.  Kein Wunder, dass das Thema in diesem Jahr das Reeperbahn-Festival als wichtigsten Branchentreff in Deutschland dominiert. In den Clubs von St. Pauli zeigen die Plattenfirmen nicht nur den Bookern die Bands, die 2017 auf den europäischen Bühnen stehen sollen, sondern es diskutieren auch die Verbände und Unternehmen des Musik-Business. Ihre Sorge: Die steigenden Ticket-Kosten könnten vor allem junge Besucher abschrecken.

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