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Münchener installieren neue Beleuchtung für den Petersplatz

Donnerstag, 20.10.2016 21:20 von

Erneut gab es einen heiligen und prestigeträchtigen Auftrag für den Osram-Konzern in Rom – und es war nicht der erste für die Ex-Siemens-Tochter. Eine willkommene Abwechslung für den Konzernchef Olaf Berlien.

Olaf Berlien hat schon einiges erlebt, evangelisch ist der gebürtige Berliner noch dazu. Und dennoch ist es auch für ihn ein besonderer Moment: Im schicken Anzug steht er, mit Krawatte und mit weißem Einstecktuch, am Donnerstagabend mitten auf dem riesigen Petersplatz. „Schon ein tolles Gefühl“, sagt der Osram-Chef. Kardinal Giuseppe Bertello fährt in einer Limousine vor, der zweite Mann im Vatikan. Gemeinsam drücken die beiden auf einen Knopf und der Petersplatz erstrahlt. Osram hatte sich den prestigeträchtigen Auftrag für die neue Beleuchtung des Platzes gesichert.

Berlien musste in den vergangenen Monaten so einiges durchstehen. Erst fiel seine neue Strategie bei den Investoren durch, dann entzog ihm der Großaktionär Siemens (Siemens Aktie) das Vertrauen. Das traditionelle Glühbirnengeschäft spaltete er ab und verkaufte es an die chinesische MLS. Inzwischen ist der verbliebene Osram-Konzern selbst ins Visier chinesischer Interessenten geraten.

Da kann man etwas Unterstützung von oben durchaus gebrauchen. Auf dem Petersplatz installierte Osram 132 LED-Fluter. „Das Licht unterstreicht die beeindruckende Säulenarchitektur und hebt die Farbe des Marmors deutlich hervor“, lobt sich Osram selbst. Im LED-Zeitalter fast schon eine Selbstverständlichkeit: Mit der modernen Lösung wird der Energieverbrauch um 70 Prozent gesenkt.

Der Vatikan und Osram, das ist schon länger eine besondere Beziehung. Die Münchener haben schon die Sixtinische Kapelle mit einer hochmodernen Lichtlösung ausgestattet. „Die Kunstwerke in der Sixtinischen Kapelle mussten 500 Jahre auf eine moderne und effiziente Beleuchtung warten“, drückte es Berlien auf dem Petersplatz aus. Ziel sei es gewesen, in der Kapelle natürliches Sonnenlicht zu simulieren. Da sind sie ziemlich nah rangekommen.

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