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Top-Thema

17:11 Uhr
AKTIEN IM FOKUS 2: Hochtief gefragt nach Gebot für Abertis wegen Ausschüttung

MORNING BRIEFING - USA/Asien

Freitag, 17.02.2017 07:48 von

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

=== 

+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In den USA bleiben die Börsen wegen Washingtons Geburtstag geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Der Erbe und inoffizielle Chef des Samsung-Konzerns, Lee Jae Yong, ist im Zuge neuer Vorwürfe im Korruptionsskandal um die entmachtete südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye inhaftiert worden. Es sei geboten, Lee "im Lichte eines neu hinzugekommenen Vorwurfs und neuer Beweise" in Haft zu nehmen, sagte ein Justizsprecher am Freitag in Seoul.

Der Samsung-Konzern sagte nach der Inhaftierung, mit der Justiz zusammenarbeiten zu wollen. Der Aktienkurs des Smartphone-Branchenriesen gab am Morgen an den asiatischen Börsen um 1,5 Prozent nach.

Samsung ist in die Korruptionsaffäre verwickelt, wegen der Staatschefin Park im Dezember die Amtsvollmachten entzogen wurden. Der Großkonzern ist der größte einzelne Geldgeber der Stiftungen von Parks langjähriger Vertrauter Choi Soon Sil. Choi soll ihre Beziehungen zur Präsidentin genutzt haben, Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Zudem soll sie sich in Regierungsgeschäfte eingemischt haben.

Der 48-jährige Lee ist der einzige Sohn von Samsung-Chef Lee Kun Hee, seit einer Herzattacke seines Vaters im Jahr 2014 steht er de facto schon jetzt an der Spitze des Großkonzerns. Mit Genehmigung von Lee soll Samsung umgerechnet 34,5 Millionen Euro an Chois Stiftungen gezahlt haben.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US 
  16:00 Index der Frühindikatoren Januar 
        PROGNOSE: +0,5 % gg Vm 
        zuvor:    +0,5 % gg Vm 
 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                     Stand   +/- % 
S&P-500-Future         2.345,00  -0,03 % 
Nikkei-225            19.234,62  -0,58 % 
Hang-Seng-Index       24.013,88  -0,39 % 
Kospi                  2.080,58  -0,06 % 
Shanghai-Composite     3.207,80  -0,68 % 
S&P/ASX 200            5.805,80  -0,18 % 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Nach einer insgesamt holprigen Börsenwoche dominieren zum Wochenausklang in Ostasien Gewinnmitnahmen und die Suche nach sicheren Häfen. Händler verweisen dazu auch auf die US-Vorgaben, wo die Trump-Rally am Donnerstag zunächst abebbte. In Seoul drücken Kursverluste beim Indexschwergewicht Samsung den Kospi leicht ins Minus. Die Aktie steht unter Druck, nachdem der Erbe und inoffizielle Chef des Samsung-Konzerns, Lee Jae Yong, im Zuge neuer Vorwürfe im Korruptionsskandal um die entmachtete südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye inhaftiert worden ist (siehe Tagesthema). Für Sharp geht es in Tokio um 2,8 Prozent nach oben. Das Elektronik-Unternehmen hat angekündigt, dass der Verlust im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich niedriger als bislang gedacht ausfallen wird. Einen 11-prozentigen Kurssprung machen Trend Micro nach Bekanntgabe eines Nettogewinnanstiegs um 15 Prozent und einer Dividendenerhöhung. Toshiba rutschen um 10 Prozent ab auf ein Elfmonatstief, erneut belastet von Sorgen um die finanzielle Lage des Konzerns im Umfeld riesiger Abschreibungen auf eine US-Kraftwerkstochter. Damit einher gehen Spekulationen über einen Abstieg der Aktie aus dem ersten Börsensegment in Tokio und möglicherweise einem kompletten Verlust der Börsennotierung. In Hongkong verlieren Bank of East Asia rund 4 Prozent. Die Bank hat einen Rückgang des Nettogewinns 2016 um ein Drittel mitgeteilt, belastet vor allem von Verlusten im Kreditgeschäft. In Sydney gewannen Santos 0,3 Prozent. Der Ölförderer hatte weitgehend im Rahmen der Erwartungen liegende Geschäftszahlen für 2016 vorgelegt.

US-NACHBÖRSE

Mit einem 14-prozentigen Kurssprung hat die Aktie von Truecar nachbörslich am Donnerstag auf Nasdaq.com auf besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen reagiert. Zudem hob das Unternehmen, das auf seiner Webseite Informationen um den Automarkt liefert wie Fahrzeugpreise und so Händler und potenzielle Kunden zusammenführt, den Ausblick an. Für Arista Networks ging es um 8,8 Prozent nach oben. Das Unternehmen profitiert weiter von der starken Nachfrage nach Cloud-basierten Lösungen und übertraf im Berichtsquartal die kursierenden Analystenschätzungen. Zudem hob Arista den Ausblick an.

WALL STREET

Index                 Schlussstand  Bewegung %  Bewegung abs. 
Dow Jones Industrial     20.619,77       +0,0 %          +7,91 
S&P-500                   2.347,22       -0,1 %          -2,03 
Nasdaq-Composite          5.814,90       -0,1 %          -4,54 
Nasdaq-100                5.300,64       -0,0 %          -1,75 
 
                               Vortag 
Umsatz NYSE (Aktien)  853 Mio  844 Mio 
Gewinner                1.290    1.761 
Verlierer               1.715    1.245 
Unverändert               115      113 

Kaum verändert - Nach dem jüngsten Rekordlauf haben erste Gewinnmitnahmen im Verlauf eingesetzt. Zuvor hatten die drei wichtigsten Indizes im Verlauf erneut Allzeithochs markiert. Die gestiegene Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bereits im März nahm Anlegern etwas den Wind aus den Segeln. Die als "Angstbarometer" bekannten Volatilitätsindizes legten in den vergangenen Tagen deutlich zu und untermauerten damit die Bedenken der Mahner. Insbesondere das Thema Leitzinserhöhung erhielt neue Nahrung: Der Philadelphia-Fed-Index kletterte auf das höchste Niveau seit über 30 Jahren und schlug die Markterwartungen klar. Cisco büßte im zweiten Geschäftsquartal bei Umsatz und Ergebnis zwar ein, übertraf aber dennoch die Erwartungen leicht. Für die Aktie ging es um 2,4 Prozent nach oben. Applied Materials fielen trotz Vorlage von Rekordergebnissen um 0,9 Prozent. Das Haar in der Suppe lieferte der Ausblick auf das zweite Halbjahr. Sunpower hatte einen unerwartet großen Verlust gemeldet und enttäuschte zudem mit dem Umsatzausblick. Die Aktie fiel um 6,8 Prozent. Tripadvisor brachen um knapp 11 Prozent ein. Die Geschäftszahlen waren geprägt von geringeren Umsätzen mit Hotels und hohen Marketingkosten. Für Kraft Heinz ging es 4,2 Prozent nach unten. Zwar hatte der Lebensmittelkonzern beim Ergebnis die Prognosen übertroffen. Doch die Kostensenkungen fielen nicht so berauschend aus wie viele Experten erhofft hatten.

TREASURYS

Laufzeit       Akt. Rendite  Bp zu Vortag  Rendite Vortag  +/-Bp YTD 
2 Jahre                1,21          -4,1            1,25        0,4 
5 Jahre                1,94          -5,3            1,99        1,4 
7 Jahre                2,26          -5,4            2,31        1,1 
10 Jahre               2,45          -4,3            2,49        0,5 
30 Jahre               3,05          -2,6            3,08       -1,4 

Anleihen waren nach der jüngsten Schwächephase wieder stärker gesucht, was die Verunsicherung unter Anlegern untermauerte. Die Erwartung höherer Zinsen und die Risikofreude hatten an den vergangenen Tagen die Kauflaune für US-Rentenpapiere vermindert. Nun fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 4 Basispunkte auf 2,45 Prozent. Zuvor waren die Renditen in fünf aufeinander folgenden Sitzungen gestiegen.

DEVISEN

DEVISEN  zuletzt  +/- %    00:00  Do, 9.40 Uhr  % YTD 
EUR/USD   1,0667  -0,0 %   1,0668        1,0627  +1,4 % 
EUR/JPY   120,94  +0,1 %   120,85        120,90  -1,6 % 
EUR/GBP   0,8537  -0,1 %   0,8545        0,8508  +0,2 % 
GBP/USD   1,2495  +0,1 %   1,2485        1,2489  +1,3 % 
USD/JPY   113,39  +0,1 %   113,28        113,77  -3,0 % 
USD/KRW  1146,58  +0,4 %  1142,28       1140,71  -5,0 % 
USD/CNY   6,8680  +0,2 %   6,8537        6,8590  -1,1 % 
USD/CNH   6,8554  +0,1 %   6,8503        6,8472  -1,7 % 
USD/HKD   7,7608  +0,0 %   7,7593        7,7601  +0,1 % 
AUD/USD   0,7698  +0,1 %   0,7693        0,7708  +6,7 % 
 

Der Dollar stand unter Druck. Händler sprachen von einer Gegenbewegung nach dem Anstieg seit Anfang Februar. Der Markt warte auf Details der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Steuerreform. Der Euro kostete im späten US-Geschäft 1,0673 Dollar nach 1,0590 am Vorabend. Der ICE-Dollarindex sank um 0,6 Prozent, der WSJ-Dollarindex um 0,3 Prozent. Händler wunderten sich angesichts der Zinserhöhungsfantasien und der positiven Daten, dass der Dollar schwächelte. Als einzige Erklärung musste die politische Unsicherheit wegen Trumps Wirtschaftskurs herhalten.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHOEL     zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex  53,42    53,36      +0,1 %  0,06     -2,3 % 
Brent/ICE  55,74    55,65      +0,2 %  0,09     -2,9 % 
 

Die Preise zeigten sich hoch volatil. Als Treiber wirkte die Meldung, dass die Opec sich auf zusätzliche Fördersenkungen einigen könnte. Doch zwischenzeitlich besannen sich Anleger auf die hohen Reserven in den USA, die am Vortag ausgewiesen worden waren. Es gebe keinerlei Signale, dass die US-Schieferölproduzenten an Effizienz einbüßten, hieß es. WTI verteuerte sich letztlich um 0,5 Prozent auf 53,36 Dollar, Brent verlor dagegen 0,2 Prozent auf 55,65 Dollar.

METALLE

METALLE             zuletzt        Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)        1.237,60      1.239,08  -0,1 %    -1,49   +7,5 % 
Silber (Spot)         18,04         18,10  -0,3 %    -0,05  +13,3 % 
Platin (Spot)      1.012,25      1.013,00  -0,1 %    -0,75  +12,0 % 
Kupfer-Future          2,71          2,72  -0,2 %    -0,01   +8,3 % 
 

Der Goldpreis profitierte von den zurückgehenden Renditen und dem fallenden Dollar. Die Feinunze verteuerte sich um 0,5 Prozent auf knapp 1.240 Dollar - das höchste Niveau seit über drei Monaten.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

POLITIK / USA / RUSSLAND

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

February 17, 2017 01:48 ET (06:48 GMT)

Die USA und Russland wollen ihre Kommunikation auf militärischer Ebene verbessern. Nach einem Treffen der Generalstabschefs beider Länder, Joe Dunford und Waleri Gerasimow, in Baku erklärte das US-Verteidigungsministerium, beide Seiten seien bemüht, die "operative Sicherheit von Militäraktivitäten zu verbessern", um mögliche "Krisen und das Risiko von unbeabsichtigten Zwischenfällen" zu verringern.

EINREISEPOLITIK / USA

US-Präsident Donald Trump will in der kommenden Woche ein neues Einwanderungsdekret erlassen. Nach der Blockade des ersten Einwanderungsdekrets durch ein US-Bundesgericht und die Bestätigung durch ein Berufungsgericht werde die zweite Fassung nun "maßgeschneidert".

HANJIN SHIPPING

Die insolvente südkoreanische Reederei Hanjin Shipping wird abgewickelt. Ein Gericht in Seoul erklärte die Reederei für bankrott und ordnete die Liquidierung der verbliebenen Vermögenswerte an. Die ohnehin vom Handel ausgesetzte Hanjin-Aktie wird nun von der Börse genommen.

SAMSUNG ELECTRONICS

will keine Wiederholung des 2016 erlebten Akku-Desasters und will daher offensichtlich einen dritten Lieferanten für diesen Bestandteil seiner Smartphones beauftragen. Angaben mit den Plänen vertrauter Personen zufolge soll auch eine Sony-Tochter Lithium-Ionen-Batterien für das nächste Flaggschiff, das Galaxy S8, liefern. Samsung wird bisher von Samsung SDI Co und der Hongkonger Amperex Technology Ltd, einer Tochter der japanischen TDK Corp, beliefert.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/cln

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