Probleme bei der Darstellung von ARIVA.DE?

  • Laden unsere Charts bei Ihnen nicht?
  • Wird unser Forum bei Ihnen nicht korrekt dargestellt?

Sie nutzen einen Adblocker, der hierfür verantwortlich ist. Hierauf hat ARIVA.DE leider keinen Einfluss. Bitte heben Sie die Blockierung von ARIVA.DE in Ihrem Adblocker auf.

Probleme bei der Darstellung von ARIVA.DE?

Top-Thema

10:00 Uhr
NYSEinstein am 23.4.2017: "Die politischen Schlagzeilen verwirren den Markt"

MORNING BRIEFING - USA/Asien

Donnerstag, 12.01.2017 07:40 von

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

=== 

+++++ TAGESTHEMA +++++

Im Gegensatz zum künftigen US-Präsidenten Donald Trump ist dessen designierter Außenminister Rex Tillerson kein Gegner des Freihandelsabkommens für den Pazifikraum (TPP). "Ich lehne TPP nicht ab", sagte Tillerson bei seiner Anhörung im US-Senat laut AFP. Er teile lediglich einige Ansichten Trumps "in Bezug darauf, ob die ausgehandelte Vereinbarung allen Interessen Amerikas am besten dient". Trump hatte angekündigt, den Ausstieg der USA aus TPP zu erklären. Stattdessen wolle er "faire bilaterale Verträge" mit einzelnen Staaten aushandeln, "die Arbeitsplätze und Industrie zurück nach Amerika bringen". Das Abkommen zwischen zwölf Pazifik-Anrainerstaaten ist fertig ausgehandelt, aber noch nicht vom US-Senat ratifiziert. Unter anderem saß Japan mit am Verhandlungstisch - nicht jedoch China. Bei einem Scheitern von TPP könnte Chinas wirtschaftliche Macht im Pazifikraum weiter wachsen.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US 
    14:30 Import- und Exportpreise Dezember 
          Importpreise 
          PROGNOSE: +0,6 % gg Vm 
          zuvor:    -0,3 % gg Vm 
 
    14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
          PROGNOSE: 255.000 
          zuvor:    235.000 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                   Stand   +/- % 
S&P-500-Future       2.264,00  -0,29 % 
Nikkei-225          19.134,70  -1,19 % 
Hang-Seng-Index     22.769,47  -0,72 % 
Kospi                2.087,14  +0,58 % 
Schanghai-Composite  3.121,55  -0,48 % 
S&P/ASX-200          5.766,90  -0,08 % 
 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Die Börsen präsentieren sich ohne klaren Trend. Darin spiegelt sich unter anderem Unsicherheit über die Aussagen des designierten US-Präsidenten Donald Trump wider, denn die erste Pressekonferenz des Immobilienmoguls seit Sommer 2016 ließ mehr Fragen offen, als sie Antworten lieferte. Außer seiner Kritik an der Pharmabranche lieferte Trump wenig Konkretes - auch nicht zum angekündigten Konjunkturprogramm. Die vermeintlichen sicheren Häfen Yen, japanische Anleihen und Gold sind gesucht. Am Aktienmarkt zählt die Börse in Tokio mit Umschichtungen in Anleihen und dem festen Yen zu den klaren Verlierern - ein kräftiger Anstieg des Leistungsbilanzüberschusses im November stützt nicht. Japanische Export- und Finanzwerte zählen zu den größten Abgebern. In Indien stehen Pharmatitel nach den Trump-Attacken auf die Branche unter Druck, die damit ihren US-Pendants nach unten folgen. In Hongkong steigen Hisense Kelon Electrical um 3,4 Prozent. Der chinesische Hersteller elektrischer Geräte will sich von einer Tochtergesellschaft trennen.

US-NACHBÖRSE

KB Home haben um 2,4 Prozent zugelegt. Der Hausbauer hatte für das vierte Quartal einen 21-prozentigen Umsatzanstieg auf 1,2 Milliarden Dollar gemeldet, während der Nettogewinn auf 37,5 von 44 Millionen Dollar sank. Die Zahlen lagen damit etwas über den Analystenerwartungen. Saratoga Investment büßten dagegen nach der Vorlage von Quartalszahlen 2,6 Prozent ein.

WALL STREET

INDEX               zuletzt         +/- %         absolut      +/- % YTD 
DJIA              19.954,28          0,50           98,75           0,97 
S&P-500            2.275,32          0,28            6,42           1,63 
Nasdaq-Comp.       5.563,65          0,21           11,83           3,35 
Nasdaq-100         5.050,21          0,30           15,04           3,84 
 
                               Vortag 
Umsatz NYSE (Aktien) 892 Mio   930 Mio 
Gewinner             2.015     1.919 
Verlierer              912     1.071 
Unverändert             98       116 

Etwas fester - Die Wall Street stand im Zeichen der Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Während seiner Aussagen kam es zu einer erhöhten Volatilität, am Ende siegten aber die Optimisten. Trumps Kritik an der Pharmabranche, setzte den Sektor unter Druck. Bei Aktien kam es im späten Geschäft zu einer Erholung gegenüber den Tagestiefs. Etwas Rückenwind für Aktien kam vom nachgebenden Dollar. Nach vielen Worten komme es nun auf die Taten an, sagte Konjunkturstratege Kent Engelke von Capitol Securities Management, die Märkte dürften sich nun der Berichtssaison zuwenden. Für Merck ging es um 2,9 Prozent nach oben, nachdem die FDA den Antrag des Konzerns auf eine beschleunigte Prüfung des Präparats Keytruda angenommen hatte. Dagegen lagen andere Pharmawerte deutlich im Minus. Trump hatte unter anderem mehr Wettbewerb bei den Medikamentenpreisen eingefordert. Im Dow verloren Pfizer 1,8 Prozent und Johnson & Johnson 1,3 Prozent. Noch stärker erwischte es Biotech-Werte, unter denen Endo International um 8,5 Prozent absackten und Perrigo um 6,9 Prozent. Zahlen kamen von Supervalu. Das Unternehmen ist in die Verlustzone gerutscht, was die Aktie um 7,4 Prozent drückte. KB Home stiegen um 2,2 Prozent. JP Morgan profitierten von einer Kaufempfehlung und stiegen um 0,8 Prozent.

TREASURYS

Laufzeit       Akt. Rendite  Bp zu Vortag  Rendite Vortag      +/-Bp YTD 
2 Jahre                1,17          -1,2            1,19 
5 Jahre                1,87          -0,3            1,88 
7 Jahre                2,17          -0,7            2,18 
10 Jahre               2,36          -1,3            2,38 
30 Jahre               2,95          -2,1            2,97 

Am Anleihemarkt tat sich moderates Kaufinteresse auf, was die Renditen der zehnjährigen Titel um 1 Basispunkt auf 2,36 Prozent drückte. Die Renditen hatten seit der Trump-Wahl mit der Erwartung einer heiß laufenden Wirtschaft zugelegt. Nun, da wenig Konkretes hierzu zu hören war, zogen wieder die Notierungen an. Auch eine Auktion zehnjähriger US-Anleihen im Volumen von 20 Milliarden Dollar stieß auf großes Interesse.

DEVISEN

DEVISEN  zuletzt  +/- %    00:00  Mi, 10:25 Uhr  % YTD 
EUR/USD   1,0612  +0,3 %   1,0584         1,0559  +0,9 % 
EUR/JPY   121,56  -0,4 %   122,10         122,40  -1,1 % 
EUR/GBP   0,8678  +0,1 %   0,8671         0,8683  +1,8 % 
GBP/USD   1,2227  +0,2 %   1,2206         1,2147  -0,9 % 
USD/JPY   114,53  -0,7 %   115,37         116,07  -2,0 % 
USD/KRW  1183,33  -0,4 %  1187,95        1195,45  -2,0 % 
USD/CNY   6,9125  -0,4 %   6,9378         6,9301  -0,5 % 
USD/CNH   6,8914  +0,0 %   6,8888         6,9064  -1,2 % 
USD/HKD   7,7541  -0,0 %   7,7550         7,7550  -0,0 % 
AUD/USD   0,7472  +0,4 %   0,7440         0,7387  +3,6 % 
 
 

Am Devisenmarkt gab der Dollar mit den Aussagen Trumps seine Tagesgewinne wieder ab. Erstmals seit dem 30. Dezember überschritt der Euro die 1,06er Marke. Aktuell steht er bei 1,0575, nach einem Tagestief bei 1,0454 Dollar. Zugleich fiel der Greenback vom Tageshoch zum -tief um zweieinhalb Yen und erreichte den tiefsten Stand seit dem 9. Dezember, auch wenn er sich im späten Geschäft erholte. Die Anleger hätten sich von Trump Auskunft über seine Pläne zur Steuersenkung, zur Deregulierung oder zu den Haushaltsstimuli erhofft, hieß es am Markt. Es gab dazu aber nur spärliche Andeutungen.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHÖL           zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         52,25      52,25     0 %     0,00  -2,7 % 
Brent/ICE         55,18       55,1  +0,1 %     0,08  -2,8 % 
 
 

Die Ölpreise erholten sich von den Verlusten des Vortags. Ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI wurde 2,8 Prozent höher bezahlt mit 52,25 Dollar. Der Preis war vorübergehend unter Druck geraten, nachdem Daten zu den Lagerbeständen in den USA einen starken Aufbau ausgewiesen hatten. Doch im Anschluss setzte eine Erholung ein. Offenbar hat Saudi-Arabien einige asiatische Abnehmer darüber informiert, dass es seine Lieferungen im Februar zurückschrauben wird. Überdies spielte am Ölmarkt - stärker als an den anderen Märkten - die Hoffnung auf eine Stimulierung der Wirtschaft durch Trump eine Rolle. Gesucht waren mit dem festen Ölpreis die Werte des Sektors, so rückten Transocean um 4 Prozent vor und Diamond Offshore um 3,1 Prozent.

METALLE

METALLE         zuletzt     Vortag  +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)    1.198,97   1.191,54  +0,6 %    +7,43  +4,1 % 
Silber (Spot)     16,83      16,73  +0,5 %    +0,09  +5,6 % 
Platin (Spot)    983,45     972,25  +1,2 %   +11,20  +8,8 % 
Kupfer-Future      2,61       2,61  +0,1 %    +0,00  +4,3 % 
 
 

Der Goldpreis profitierte vom fallenden Dollar und der Ungewissheit, die Trump hinterließ. "Die Märkte wollten Klarheit, aber sie haben sie nicht bekommen", sagte Trading Director Peter Hug von Kitco Metals. Der Preis rückte im späten Geschäft auf 1.191 Dollar je Feinunze vor nach einem Stand bei 1.189 am späten Dienstag. Im Tagestief war er sogar bis auf 1.177 Dollar gefallen.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

GELDPOLITIK BRASILIEN

Die brasilianische Notenbank hat das Tempo ihrer Zinssenkungen erhöht, da der Preisanstieg inmitten einer scharfen Rezession an Kraft verliert. Der geldpolitische Ausschuss senkte den Leitzins Selic von 13,75 auf 13 Prozent. Der Zinsschritt war größer als die meisten Ökonomen erwartet hatten.

HANDELSPOLITIK USA/CHINA

Die noch im Amt befindliche US-Regierung wird voraussichtlich offiziell gegen chinesische Staatshilfen für die riesige Aluminiumindustrie des Landes vorgehen. Informanten zufolge wird die Obama-Regierung eine formelle Beschwerde gegen Peking bei der Welthandelsorganisation (WTO) einreichen. China würde die Branche mit viel zu billigen Krediten der Staatsbanken oder Energievergünstigen versorgen, lauten die Anklagepunkte.

CHINAPOLITIK USA

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 12, 2017 01:40 ET (06:40 GMT)

Der designierte US-Außenminister Rex Tillerson hat wegen Chinas Vorgehen im Südchinesischen Meer eine härtere Gangart gegenüber Peking angekündigt. "Wir werden China ein klares Signal senden müssen", sagte Tillerson bei seiner Befragung im Senat in Washington. China müsse den Bau künstlicher Inseln einstellen, zudem dürfe China kein Zugang zu diesen Inseln gestattet werden. China, aber auch andere Anrainerstaaten wie die Philippinen und Vietnam beanspruchen große Teile des Südchinesischen Meeres für sich.

POLITSKANDAL SÜDKOREA

In Südkoreas Korruptionsaffäre um Präsidentin Park Geun Hye haben Ermittler den Erben des Samsung-Konzerns vernommen. Samsung-Vizechef Lee Jae Yong wurde unter anderem wegen Betrugsvorwürfen befragt. Ihm wird zudem vorgeworfen, während einer Parlamentsanhörung im vergangenen Monat einen Meineid geleistet zu haben.

LEISTUNGSBILANZ JAPAN

Leistungsbilanz Nov nsb Überschuss 1,416 Bill JPY; +28,0 % gg Vj

Leistungsbilanz Nov nsb Überschuss 1,416 Bill JPY (PROG: Überschuss 1,464 Bill JPY)

MONSANTO

Die beiden Konzerne Bayer und Monsanto versuchen ihr Zusammengehen auch politisch abzusichern. So haben sich der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann und der Monsanto-Chef Hugh Grant mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump getroffen, um ihm die Vorzüge der Übernahme zu erläutern.

TOYOTA

Die Zukunft von Toyota in den USA ist Chefsache. CEO Akio Toyoda traf sich mit dem designierten Vize-Präsidenten Mike Pence. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte das Treffen, wollte aber nichts zum Inhalt der Unterredung sagen. Der designierte US-Präsident Donald Trump hat der Autobranche mit Strafzöllen gedroht.

VOLKSWAGEN

Südkorea hat die Pläne von Volkswagen für den Rückruf von 27.000 SUV des Modells Tiguan genehmigt. Die Behörden hatten den Rückrufplan zuvor mehrmals als unzureichend zurückgewiesen.

Sechs Volkswagen-Manager werden im Zuge des Abgasskandals von den US-Behörden beschuldigt. Ihnen wird vorgeworfen, an den betrügerischen Vorgängen rund um die VW-Dieselfahrzeuge beteiligt gewesen zu sein. Einen der Manager hat das FBI verhaftet.

Die milliardenschwere Einigung zwischen Volkswagen und der US-Regierung ist in trockenen Tüchern. Teil der Vereinbarung ist neben der Strafzahlung von 4,3 Milliarden US-Dollar ein Schuldeingeständnis des DAX-Konzerns, etwa einer halbe Million Dieselautos in den USA manipuliert und die Justiz bei ihren Ermittlungen behindert zu haben.

=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/flf

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.