Probleme bei der Darstellung von ARIVA.DE?

  • Laden unsere Charts bei Ihnen nicht?
  • Wird unser Forum bei Ihnen nicht korrekt dargestellt?

Sie nutzen einen Adblocker, der hierfür verantwortlich ist. Hierauf hat ARIVA.DE leider keinen Einfluss. Bitte heben Sie die Blockierung von ARIVA.DE in Ihrem Adblocker auf.

Probleme bei der Darstellung von ARIVA.DE?

MORNING BRIEFING - USA/Asien

Mittwoch, 11.01.2017 07:41 von

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

=== 

+++++ TAGESTHEMA +++++

Die vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump in Aussicht gestellten Steuersenkungen können das globale Wirtschaftswachstum im laufenden und kommenden Jahr befeuern, vermutet die Weltbank. Sie könnten frischen Treibstoff liefern in einer Weltwirtschaft, die mit einem stagnierenden Handel, schwachen Investitionen und steigenden politischen Unsicherheiten zu kämpfen habe. In ihrem halbjährlichen Wirtschaftsbericht prognostiziert die Entwicklungsbank ein weltweites Wirtschafstwachstum von 2,7 Prozent in diesem Jahr, etwas weniger als noch im Juni mit 2,8 Prozent. Damit liegt es aber über dem Nachkrisentief vom vergangenen Jahr, das sich auf 2,3 Prozent belaufen hatte. Die US-Wirtschaft nehme Fahrt auf und die sich stabilisierenden Rohstoffpreise trügen zur Erholung der größeren Schwellenländer-Ökonomien bei, so die Bank. Sie schätzt weiter, dass die vom designierten US-Präsidenten vorgeschlagenen Senkungen bei Unternehmens- und Einkommenssteuern bis zu 0,3 Prozentpunkte zum amerikanischen Wachstum in diesem Jahr beitragen könnten. Im nächsten Jahr liegt dieser Wert sogar bei 0,8 Prozentpunkten. Damit könnte das US-Wachstum 2017 bei 2,5 Prozent liegen und 2018 bei 2,9 Prozent.

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                   Stand   +/- % 
S&P-500-Future       2.261,00  -0,12 % 
Nikkei-225          19.364,67  +0,33 % 
Hang-Seng-Index     22.900,14  +0,68 % 
Kospi                2.075,42  +1,48 % 
Schanghai-Composite  3.143,26  -0,58 % 
S&P/ASX-200          5.771,50  +0,19 % 
 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Bis auf die Börse in Schanghai präsentieren sich die Handelsplätze in Südostasien mehr oder weniger ausnahmslos mit Aufschlägen. In Japan setzen Anleger auf sich auszahlende Investitionen in den USA, nachdem der Stimmungsindex für kleinere Unternehmen in den USA auf das höchste Niveau seit 2004 geklettert war und damit die Erwartungen übertroffen hatte. In Australien kommt die Unterstützung vom Rohstoffsektor. Das eigentliche Thema liefert jedoch wieder einmal der designierte US-Präsident Donald Trump, der nach Börsenschluss und am Nachmittag mitteleuropäischer Zeit seine erste Pressekonferenz seit Sommer 2016 abhalten wird. Die Rückkehr der Inflation spreche für eine anziehende globale Nachfrage, heißt es im Handel. Insbesondere die chinesischen Preisdaten des Vortages seien dahingehend zu interpretieren. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe und der Notenbankchef des Landes, Haruhiko Kuroda, haben sich getroffen und dabei auch über Trump gesprochen. In Australien kommen ermutigende Signale vom Arbeitsmarkt. Volkswirte sprechen von der Hoffnung, Trump könnte um mehr Auslandsinvestitionen werben. Dies könnte den Dollar stützen. Dieser legt tatsächlich etwas zu. Unter den Einzelwerten ziehen Toshiba in Tokio um 4,2 Prozent an. Laut Medienberichten wollen die Hauptgläubiger das Unternehmen weiterhin unterstützen. In Indien sind Stahlwerte gesucht, nachdem in Medienberichten von möglichen Schließungen chinesischer Stahlwerke die Rede gewesen ist.

US-NACHBÖRSE

Veeco verloren rund 3 Prozent, nachdem der Ausrüster der LED-Industrie seine vorläufigen Viertquartalszahlen vorgelegt hatte. Für United Continental ging es dagegen um 2,8 Prozent nach oben. Wie zuvor bereits der Konkurrent Southwest Airlines rechnet die Fluggesellschaft nun mit einem geringeren Rückgang der Passagierumsätze im vierten Quartal als zunächst befürchtet.

WALL STREET

INDEX               zuletzt         +/- %         absolut      +/- % YTD 
DJIA              19.855,53         -0,16          -31,85           0,47 
S&P-500            2.268,91          0,00            0,01           1,34 
Nasdaq-Comp.       5.551,82          0,36           20,00           3,13 
Nasdaq-100         5.035,17          0,20           10,27           3,53 
 
                               Vortag 
Umsatz NYSE (Aktien) 930 Mio   822 Mio 
Gewinner             1.919     1.082 
Verlierer            1.071     1.941 
Unverändert            116        82 

Uneinheitlich - An der Wall Street hat eine richtungsarme Zurückhaltung dominiert. Es kam zu einem ziellosen und impulsarmen Auf und Ab. Als robust erwies sich erneut die technologielastige Börse Nasdaq, wo der Composite-Index den dritten Tag in Folge auf ein Rekordhoch stieg. Der S&P-500 kam bis auf drei Punkte an sein Allzeithoch heran. Der Blick ging in die nahe Zukunft. Am Mittwoch wird sich Donald Trump erstmals seit seiner Wahl zum US-Präsidenten in einer Pressekonferenz äußern. Zudem startet demnächst die Berichtsaison. General Motors rückten um 3,7 Prozent vor. Der Autokonzern will seinen für dieses Jahr angepeilten Gewinn im nächsten Jahr noch toppen. Im Schlepptau legten Ford 1,7 Prozent zu. Valeant profitierten von dem Verkauf der Sparte Dendreon und stiegen um 7 Prozent. Chipotle Mexican Grill gewannen 4,9 Prozent. Die Restaurantkette hat im Dezember 2016 auf Monatssicht ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum verzeichnet.

TREASURYS

Laufzeit       Akt. Rendite  Bp zu Vortag  Rendite Vortag 
10 Jahre               2,37           0,8            2,37 
30 Jahre               2,97           0,6            2,96 

Am Anleihemarkt zeigten sich die Kurse etwas leichter. Zehnjährige US-Titel rentierten um 1 Basispunkt höher bei 2,37 Prozent. Auch hier habe Abwarten vor der Trump-Pressekonfonferenz geherrscht, hieß es. Stark präsentierte sich derweil der Primärmarkt. Die erste Treasury-Auktion des Jahres - Dreijährige im Umfang von 24 Milliarden Dollar - stieß auf die beste Nachfrage seit August.

DEVISEN

DEVISEN  zuletzt  +/- %    00:00  Di, 8:30 % YTD 
EUR/USD   1,0553  -0,0 %   1,0556    1,0595  +0,3 % 
EUR/JPY   122,37  +0,1 %   122,25    122,67  -0,5 % 
EUR/GBP   0,8677  +0,1 %   0,8669    0,8724  +1,8 % 
GBP/USD   1,2160  -0,1 %   1,2173    1,2143  -1,5 % 
USD/JPY   115,97  +0,1 %   115,83    115,79  -0,8 % 
USD/KRW  1196,15  -0,5 %  1201,66   1196,75  -0,9 % 
USD/CNY   6,9237  +0,0 %   6,9215    6,9262  -0,3 % 
USD/CNH   6,8910  -0,2 %   6,9069    6,8820  -1,2 % 
USD/HKD   7,7549  +0,0 %   7,7546    7,7554     0 % 
AUD/USD   0,7377  +0,2 %   0,7362    0,7358  +2,2 % 
 
 

Der Euro zeigte sich gegenüber dem späten Montag wenig verändert bei 1,0562 Dollar, notierte damit aber unter seinem Tageshoch. Nach Einschätzung der Commerzbank sprechen die zuletzt eher positiven Konjunktur- und Inflationsdaten aus dem Euroraum für eine abwartende Haltung der EZB. Das stütze tendenziell den Euro. Andererseits wird am Markt immer wieder spekuliert, ob die US-Notenbank angesichts der Stimuli durch die neue US-Regierung die Zügel straffer anziehen muss als bislang geplant. Das hilft wiederum dem Dollar.

Am Morgen legt der US-Dollar zum Yen leicht zu. Im asiatischen Handel ist von der Hoffnung die Rede, der designierte US-Präsident könnte statt die Fahne des Protektionismus hoch zu halten, um Auslandsinvestitionen werben. Das könnte den Greenback stützen.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHÖL           zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         50,93      50,82  +0,2 %     0,11  -5,2 % 
Brent/ICE         53,72      53,64  +0,1 %     0,08  -5,3 % 
 
 

Die Ölpreise drehten nach kleinen Gewinnen im Frühgeschäft ins Minus. Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte WTI fiel um 2,2 Prozent auf 50,82 Dollar. Beobachter verwiesen auf nach wie vor bestehende Zweifel daran, ob die von Opec-Mitgliedern und -nichtmitgliedern vereinbarten Förderdrosselungen in die Tat umgesetzt würden. Am Dienstag berichtete überdies das Wall Street Journal, dass Libyen seinen Ausstoß in den vergangenen sechs Monaten mehr als verdreifacht hat. "Alle Senkungen der Opec könnten allein durch den libyschen Produktionsanstieg neutralisiert werden", sagt Tariq Zahir von Tyche Capital Advisors. Jüngste Daten hatten bereits steigende Ausfuhren aus Irak und Iran belegt. Einstweilen zeigt sich die Energy Information Administration zum Ölpreis etwas zuversichtlicher als bislang. Die US-Behörde rechnet für WTI nun mit einem Preis im laufenden Jahr von 52,50 nach 50,66 je Barrel. Für 2018 rechnet sie mit 55,18 Dollar. Zugleich erwartet sie eine etwas höhere US-Produktion als bisher.

METALLE

METALLE         zuletzt     Vortag  +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)    1.189,40   1.189,20  +0,0 %    +0,20  +3,3 % 
Silber (Spot)     16,84      16,98  -0,8 %    -0,14  +5,7 % 
Platin (Spot)    979,75     978,50  +0,1 %    +1,25  +8,4 % 
Kupfer-Future      2,63       2,61  +0,5 %    +0,01  +4,8 % 
 
 

Der Goldpreis profitierte weiter von der Unsicherheit rund um die künftige Geldpolitik der Fed wie auch um die Wirtschaftspolitik der künftigen Regierung. Mit 1.187 Dollar kostete die Feinunze 0,5 Prozent mehr als am Montag.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

INNENPOLITIK USA

Mit einem eindringlichen Aufruf zur Geschlossenheit hat sich US-Präsident Barack Obama von seinen Landsleuten verabschiedet. Die Demokratie in den USA sei nur dann funktionsfähig, wenn alle Bürger, "unabhängig von unserer Parteizugehörigkeit oder unserem spezifischen Interesse, dazu beitragen, das Bewusstsein einer gemeinsamen Bestimmung wiederherzustellen", sagte Obama.

POLITIK KANADA

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 11, 2017 01:41 ET (06:41 GMT)

Die bisherige kanadische Handelsministerin Chrystia Freeland wird neue Außenministerin ihres Landes. Die 48-jährige ehemalige Journalistin ersetzt den 61-jährigen Stéphane Dion, der sich nach 21 Jahren im öffentlichen Dienst aus der Politik zurückzieht. Er gilt als scharfer Kritiker des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Ihr Nachfolger als Handelsminister wird der 46-jährige François-Philippe Champagne. Neuer Einwanderungsminister wird der 41-jährige Ahmed Hussen, der aus Somalia stammt.

KONJUNKTUR JAPAN

Index Frühindikatoren Nov +1,9 gg Vm

Index gleichlaufende Indikatoren Nov +1,6 gg Vm

WÄHRUNGSRESERVEN JAPAN

Währungsreserven Dez 1,217 Bill USD

Währungsreserven Dez -2,39 Mrd USD gg Vormonat

KONJUNKTUR MALAYSIA

Industrieproduktion Nov -2,8 % gg Vormonat

Industrieproduktion Nov +6,2 % (PROG: +6,0 %) gg Vorjahr

GM

Der US-Autokonzern will seinen für dieses Jahr angepeilten Gewinn im nächsten Jahr noch toppen. Zudem gab der Verwaltungsrat angesichts des optimistischen Ausblicks grünes Licht für einen 5 Milliarden US-Dollar schweren Aktienrückkauf.

UNITED CONTINENTAL

Die US-Fluggesellschaft hat im vergangenen Jahr und im Schlussquartal wahrscheinlich mehr umgesetzt als erwartet. Dank besserer Buchungen im November und Dezember dürften die Einnahmen pro Sitzplatz weniger stark gesunken sein als zunächst befürchtet, teilte die Fluglinie mit.

VOLKSWAGEN

Der Automobilkonzern befindet sich allem Anschein nach auf der Zielgeraden, den Abgasskandal in den USA endgültig hinter sich zu lassen. Die Wolfsburger sind nach eigenen Angaben in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem US-Justizministerium und der US-amerikanischen Zollbehörde, um einen Vergleich zu erzielen und damit einen Schlussstrich unter die strafrechtlichen Ermittlungen in den USA zu ziehen. Dazu hat der DAX-Konzern einen konkreten Vergleichsentwurf mit den genannten US-Behörden ausgehandelt, der Bußgeld- und Strafzahlungen von insgesamt rund 4,3 Milliarden US-Dollar sowie Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Compliance- und Kontrollsysteme einschließlich der Bestellung einer unabhängigen Aufsichtsperson für die kommenden drei Jahre vorsieht.

=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/flf

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.