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MORNING BRIEFING - USA/Asien

Mittwoch, 19.10.2016 07:56 von

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Die chinesische Wirtschaft ist im dritten Quartal wie erwartet kräftig gewachsen und hat die Erwartungen der Ökonomen erfüllt. Angetrieben von einem guten Immobilienmarkt erreichte das Wirtschaftswachstum 6,7 Prozent. Damit erreichte die zweitgrößte Volkswirtschaft exakt den Wert der beiden Vorquartale und liegt im Plan, das Wachstumsziel der Regierung im Gesamtjahr von mindestens 6,5 Prozent zu erreichen. Die zahlreichen Stimuli der chinesischen Regierung stabilisierten in den vergangenen Monaten weiterhin die Konjunktur. Vor allem der Immobilienmarkt und die Infrastruktur im Land zogen massive Investitionen auf sich. Die weiteren vorgelegten Daten für die Wirtschaft fallen durchwachsen aus: Das Wachstum der Industrieproduktion schwächte sich im September auf 6,1 Prozent ab von 6,3 Prozent im August. Dagegen legten die Einzelhandelsumsätze beim Wachstum auf 10,7 Prozent nach 10,6 Prozent im Vormonat zu. Ebenso ging es bei den Verkäufen von Wohnimmobilien deutlich nach oben.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen

12:55 Morgan Stanley, Ergebnis 3Q

13:45 Abbott Laboratories, Ergebnis 3Q

22:01 American Express Co, Ergebnis 3Q

22:15 Ebay Inc, Ergebnis 3Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US 
    14:30 Baubeginne/-genehmigungen September 
          Baubeginne 
          PROGNOSE: +3,5 % gg Vm 
          zuvor:    -5,8 % gg Vm 
          Baugenehmigungen 
          PROGNOSE: +0,9 % gg Vm 
          zuvor: revidiert +0,7 % gg Vm; vorläufig -0,4 % gg Vm 
 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                     Stand   +/- % 
S&P-500-Future         2.131,90      0 % 
Nikkei-225            16.995,99  +0,19 % 
Hang-Seng-Index       23.343,87  -0,22 % 
Shanghai-Composite     3.085,72  +0,06 % 
S&P/ASX 200            5.435,40  +0,45 % 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Etwas fester - Im Rahmen der Erwartung ausgefallene Wachstumsdaten aus China sorgen am Mittwoch an den ostasiatischen Börsen für eine positive Grundstimmung. Hinzu kommen günstige Vorgaben der Wall Street. Das chinesische BIP wuchs im dritten Quartal wie prognostiziert um 6,7 Prozent, womit sich China weiter auf Kurs befindet, das avisierte Wachstum von 6,5 bis 7 Prozent zu erreichen. Gestützt wird die Stimmung übergeordnet auch von der weiter leicht gesunkenen Zinserhöhungserwartung in den USA für das laufende Jahr. Hintergrund sind am Dienstag veröffentlichte Inflationsdaten, die in der Kernrate die Prognose knapp unterboten hatten. Für Zurückhaltung sorgen unterdessen die am Donnerstag anstehenden Beschlüsse der EZB. Hier halten sich Spekulationen über mögliche Anpassungen des derzeit 80 Milliarden Euro pro Monat schwere Anleihekaufprogramm, das eigentlich im März 2017 auslaufen soll. Bei den Einzelwerten stehen in Tokio Sharp mit einem Kursplus von 10,6 Prozent im Fokus. Der Elektronikhersteller dürfte einem Zeitungsbericht zufolge erstmals seit drei Jahren operativ wieder schwarze Zahlen schreiben. In Hongkong verlieren China Life Insurance dagegen 2,2 Prozent, belastet von einer Gewinnwarnung.

US-NACHBÖRSE

Trotz besser als erwartet ausgefallener Drittquartalszahlen ist der Intel-Kurs am Dienstag nachbörslich in den USA unter Druck geraten. Grund war ein enttäuschender Ausblick des Halbleiterherstellers auf das vierte Quartal. Intel verloren auf Nasdaq.com bis 19.59 Uhr Ortszeit 5,2 Prozent. In diesem Sog gab auch der Kurs des Konkurrenten AMD um 1,6 Prozent nach. Yahoo gewannen dagegen 1,4 Prozent auf 42,25 Dollar nach im Kerngeschäft übertroffenen Erwartungen im Berichtsquartal. Einen Kurseinbruch verzeichnete die Aktie des LED-Halbleiterherstellers Cree, nachdem die Behörden erneut weitere Informationen angefordert hatten, was den beabsichtigen Verkauf der Tochter Wolfspeed an Infineon betrifft. Zudem kam der Ausblick von Cree nicht gut an, während die Geschäftszahlen für das erste Quartal zumindest gewinnseitig besser ausgefallen waren als erwartet. Cree rutschten um 9,7 Prozent ab.

WALL STREET

INDEX            zuletzt      +/- %       absolut      +/- % YTD 
DJIA           18.161,94       0,42         75,54           4,23 
S&P-500         2.139,60       0,62         13,10           4,68 
Nasdaq-Comp.    5.243,84       0,85         44,01           4,72 
Nasdaq-100      4.839,72       0,91         43,55           5,37 
 
                               Vortag 
Umsatz NYSE (Aktien) 742 Mio   706 Mio 
Gewinner           2.323       1.222 
Verlierer            723       1.807 
Unverändert           90          97 

Etwas fester - Nach einigen Enttäuschungen zu Beginn der Bilanzsaison haben die Anleger das Vertrauen in die US-Unternehmen zurückgewonnen. Für gute Laune sorgte wieder der Bankensektor, wo mit Goldman Sachs die nun schon fünfte Großbank zu überzeugen wusste. Die Aktie legte 2,1 Prozent zu - der Bankensektor zählte mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent zu den festesten Branchen. Mit einer Kursexplosion von 19 Prozent reagierten Netflix auf die Vorlage des Quartalsberichts, der ein starkes Kundenwachstum zeigte. IBM verloren dagegen 2,6 Prozent. Big Blue hatte den 18. Quartalsbericht in Folge sinkende Umsätze gemeldet im Zuge der stärkeren Fokussierung auf das Cloudgeschäft. Unitedhealth verteuerten sich nach Vorlage von Quartalszahlen um 6,9 Prozent. Ein starkes US-Geschäft hat Johnson & Johnson im dritten Quartal höhere Umsätze und Gewinne beschert. Die Aktie büßte aber dennoch 2,6 Prozent ein, Händlern zufolge, weil sie in diesem Jahr bereits stark gestiegen war. United Continental profitierten von einem optimistischen Ausblick und stiegen um 1,2 Prozent. Für Sprint ging es 0,9 Prozent abwärts. Der US-Mobilfunkbetreiber verfehlte die Prognose beim operativen Gewinn. Die Aktie des Konkurrenten T-Mobile US gewann dagegen 1,7 Prozent.

TREASURYS

US-Anleihen stießen auf leichtes Kaufinteresse. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel um einen Basispunkt auf 1,75 Prozent. Die zwischenzeitlich gestiegenen Renditen hätten einige Käufer angelockt, hieß es von Teilnehmern.

DEVISEN

DEVISEN  zuletzt  +/- %    00:00  Di, 9:18 % YTD 
EUR/USD   1,0982  +0,0 %   1,0978    1,1014   +1,1 % 
EUR/JPY   113,97  -0,0 %   114,02    114,65  -10,6 % 
EUR/GBP   0,8946  +0,3 %   0,8923    0,8994  +21,5 % 
GBP/USD   1,2278  -0,2 %   1,2302    1,2244  -16,8 % 
USD/JPY   103,77  -0,1 %   103,86    104,09  -11,6 % 
USD/KRW  1121,70  -0,3 %  1125,04   1128,94   -4,6 % 
USD/CNY   6,7398  -0,0 %   6,7410    6,7393   +3,8 % 
USD/CNH   6,7445  +0,0 %   6,7444    6,7451   +2,7 % 
USD/HKD   7,7584  -0,0 %   7,7595    7,7586   +0,1 % 
AUD/USD   0,7673  +0,0 %   0,7672    0,7684   +5,3 % 
 

Der Dollar stieg im Anschluss an die Bekanntgabe der US-Verbraucherpreisentwicklung leicht, gab aber später einen Teil der Tagesgewinne wieder ab. Der Euro fiel auf 1,097 Dollar nach einem Tageshoch von 1,1027 Dollar. Gegen das Pfund konnte er hingegen keinen Stich machen. Nach starken Teuerungsdaten aus Großbritannien rückte die britische Devise 0,9 Prozent gegen den Dollar vor.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHOEL          zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex         50,74      50,29  +0,9 %     0,45  +17,1 % 
Brent/ICE         52,12      51,68  +0,9 %     0,44  +16,7 % 
 

Die Ölpreise zeigten sich wechselhaft. Das Fass WTI gewann 0,7 Prozent auf 50,29 US-Dollar. Im Hintergrund stützte weiter die Hoffnung, dass sich die Ölländer inner- und außerhalb der Opec auf preisstützende Maßnahmen verständigen können. Im asiatischen Geschäft steigen die Preise weiter. Rückenwind kommt von den Daten des American Petroleum Institute (API). Demnach sind die US-Ölvorräte in der vergangenen Woche erneut gesunken und zwar um 3,8 Millionen Barrel, während gleichzeitig die Benzinvorräte etwas stiegen. Im späteren Tagesverlauf am Mittwoch werden aus den USA die offiziellen Ölvorratsdaten berichtet.

METALLE

METALLE         zuletzt     Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)    1.261,80   1.263,44  -0,1 %    -1,64  +19,0 % 
Silber (Spot)     17,61      17,63  -0,1 %    -0,01  +27,4 % 
Platin (Spot)    943,20     945,00  -0,2 %    -1,80   +5,8 % 
Kupfer-Future      2,10       2,11  -0,1 %    -0,00   -2,4 % 
 

Der Goldpreis legte im US-Handel zu auf 1.262 nach 1.256 Dollar am Vorabend. Händler sprachen von einer Renaissance beim Gold als Absicherung gegen Inflationsrisiken. Sollte die Teuerung allerdings in höhere Leitzinsen münden, könnte Gold wieder auf den Verkaufslisten stehen. Edelmetallexperte David Govett vom Broker Marex Spectron sagte indes, eine Dezember-Zinserhöhung der Fed sei bereits eingepreist.

+++++ MELDUNGEN SEIT DIENSTAG, 20.00 UHR +++++

VENEZUELA

Die venezolanische Regierung hat die für Dezember geplanten Neuwahlen der Gouverneure auf Mitte nächsten Jahres verschoben, ohne eine Begründung für die Verschiebung zu nennen. Die regierenden Sozialisten von Präsident Nicolás Maduro haben zuletzt wegen der Wirtschaftskrise deutlich an Rückhalt verloren.

BHP BILLITON

zeichnet für die weltweite Rohstoffbranche nach teils deutlichen Produktionsrückgängen in den ersten neun Monaten ein zuversichtliches Bild. Es gebe erste Anzeichen, dass sich das Überangebot in einigen Bereichen verringere, sagte CEO Andrew Mackenzie. In den ersten neun Monaten sank die Kupferproduktion von BHP um 6 Prozent, die Ölförderung sank um 15 Prozent und die Förderung thermischer Kohle um 4 Prozent. Die Eisenerzförderung lag auf dem Niveau des Vorjahres.

INTEL

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 19, 2016 01:56 ET (05:56 GMT)

hat seinen Gewinn im dritten Quartal dank eines relativ soliden Geschäfts mit PC-Halbleitern sowie der Nachfrage nach Cloud-Anwendungen gesteigert und die Erwartungen übertroffen. Der Umsatzausblick für das Schlussquartal enttäuschte allerdings. Für das laufende vierte Quartal erwartet Intel einen Umsatz von 15,7 Milliarden US-Dollar, plus/minus 500 Millionen. Analysten hatten auf 15,9 Milliarden gehofft. Intel steigerte seinen Gewinn im dritten Quartal um 9 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Je Aktie verdiente der Konzern bereinigt 0,80 Dollar. Analysten hatten mit 0,72 Dollar gerechnet. Der Umsatz legte um 9 Prozent auf 15,8 Milliarden Dollar zu.

LIBERTY GLOBAL

baut sein Geschäft mit einer weiteren Übernahme in Europa aus. Liberty übernimmt die Multimedia Polska SA für 3 Milliarden polnische Zloty oder umgerechnet rund knapp 700 Millionen Euro.

WELLS FARGO

Der Skandal um anrüchige Vertriebsstrategien könnte die US-Großbank Wells Fargo womöglich ihr "A"-Rating von S&P kosten. Zwar bestätigte die Ratingagentur am Dienstag ihre aktuelle Bonitätsbewertung, allerdings senkte sie den Rating-Ausblick auf negativ von stabil.

YAHOO

hat im Kerngeschäft weiter mit einem schwachen Anzeigengeschäft zu kämpfen. Gleichwohl übertraf das Unternehmen, das sein Kerngeschäft an den US-Telekommunikationsanbieter Verizon verkauft, die Erwartungen. Der Umsatz exklusive Provisionszahlungen an Partnerfirmen sackte um 14 Prozent auf 857,7 Millionen Dollar ab. Es war der siebte Rückgang in den vergangenen acht Quartalen. Der sogannnte "Mavens"-Umsatz stieg dagegen um 24 Prozent auf 524 Millionen Dollar. In dieser Kennziffer sind Umsätze aus mobiler und Videowerbung, Native und Social Ads, jedoch nicht der größte - und schrumpfende - Umsatzbereich der Desktop-Anzeigen enthalten. Der Quartalsgewinn betrug 162,8 Millionen Dollar, auf bereinigter Basis 20 Cent je Aktie. Analysten hatten mit 14 Cent gerechnet.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com 

DJG/raz/gos

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