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Top-Thema

10:20 Uhr
Finanztitel in der Analyse – Deutsche Bank, Commerzbank, Bank of America und Goldman Sachs

MORNING BRIEFING - USA/Asien

Freitag, 14.10.2016 07:56 von

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

=== 

+++++ TAGESTHEMA +++++

Chinas jahrelange industrielle Deflation ist im vergangenen Monat endlich zu Ende gegangen: Die chinesischen Erzeugerpreise schoben sich im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozent nach vorne. Das deutet darauf hin, dass sich die Bedingungen für Fabrikanten verbessert haben. Der Erzeugerpreisindex war mehr als vier Jahre lang deflationär, aber der Preisrückgang verringerte sich zu Beginn des Jahres. Im August waren die Erzeugerpreise noch um 0,8 Prozent zurückgegangen. Volkswirte hatten auch für September noch einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Die Verbraucherpreise in China legten indes im vergangenen Monat um 1,9 Prozent zu und zogen damit stärker an als im August mit 1,3 Prozent. Die Inflationsrate übertraf die Konsensprognose der Ökonomen von 1,7 Prozent. Sie liegt damit aber immer noch weit unter dem 3-Prozentziel der Regierung für die Verbraucherpreisinflation in diesem Jahr. Das eröffnet der Regierung Spielraum für weitere geldpolitische Lockerungen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen:

12:40 JP Morgan Chase & Co, Ergebnis 3Q

14:00 Citigroup Inc, Ergebnis 3Q

14:00 Wells Fargo & Co, Ergebnis 3Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
  14:30 Einzelhandelsumsatz September 
        PROGNOSE: +0,6 % gg Vm 
        zuvor:    -0,3 % gg Vm 
        Einzelhandelsumsatz ex Kfz 
        PROGNOSE: +0,4 % gg Vm 
        zuvor:    -0,1 % gg Vm 
 
  14:30 Erzeugerpreise September 
        PROGNOSE: +0,2 % gg Vm 
        zuvor:     0,0 % gg Vm 
        Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) 
        PROGNOSE: +0,1 % gg Vm 
        zuvor:    +0,1 % gg Vm 
 
  16:00 Lagerbestände August 
        PROGNOSE: +0,1 % gg Vm 
        zuvor:     0,0 % gg Vm 
 
  16:00 Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan 
        Oktober (1. Umfrage) 
        PROGNOSE: 91,8 
        zuvor:    91,2 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                     Stand   +/- % 
S&P-500-Future         2.127,00  +0,03 % 
Nikkei-225            16.847,66  +0,44 % 
Hang-Seng-Index       23.168,43  +0,60 % 
Kospi                  2.025,01  +0,47 % 
Shanghai-Composite     3.052,10  -0,30 % 
S&P/ASX 200            5.434,00  -0,03 % 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Erfreuliche Inflationsdaten aus China (siehe TAGESTHEMA) bescheren den asiatischen Märkten einen versöhnlichen Wochenausklang. Besonders deutlich geht es in Thailand nach oben. Nach dem Tod von König Bhumibol Adulyadej scheint sich die Befürchtung politischer Unruhen zunächst nicht zu bewahrheiten. Analysten erwarten kurzfristig keine Instabilität. Im Gegensatz zu den guten Daten aus China überrascht Singapur mit schwachen Wirtschaftsdaten, was die dortige Börse aber kalt lässt. An der Börse in Seoul ist erneut Samsung das Thema, nachdem der Konzern das finanzielle Ausmaß des Galaxy-Note-Desasters beziffert hat (siehe MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR). Die Samsung-Aktie steigt um 1,5 Prozent. Daneben springt erneut Hanjin Shipping ins Auge. Der Aktie der insolventen Reederei legt um 13 Prozent zu, damit steigt das Papier den dritten Tag in Folge. AIA Group klettern um 2,1 Prozent, nachdem das Unternehmen starke Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt hat. In China geben unterdessen besonders Zulieferer der Autoindustrie nach, beispielsweise Denso mit einem Rücksetzer von 2,7 Prozent.

US-NACHBÖRSE

Die Titel des Cloud-Netzwerkanbieters Aerohive Networks sind am Donnerstagabend im nachbörslichen US-Handel um 17,8 Prozent eingebrochen. Das Unternehmen veröffentlichte nach der Schlussglocke für das dritte Quartal Verluste am oberen Rand der zuvor angepeilten Prognosespanne. Der Fehlbetrag überstieg zudem die Befürchtungen des Marktes. Um 1,3 Prozent ermäßigten sich HP Inc. Der PC- und Druckerkonzern, der sich jüngst von der früheren Hewlett-Packard abgespalten hatte, plant die Streichung von 3.000 bis 4.000 Stellen im Zeitraum 2017 bis 2019. Das Unternehmen gab zudem eine enttäuschende Gewinnausblicksspanne für 2017. McDonald's erwartet in der dritten Periode eine Belastung von 130 Millionen US-Dollar vor Steuern, um die bereits geplante Neugruppierung von 4.000 Restaurants bis Ende 2018 umzusetzen. Die Drittquartalszahlen sollen in der kommenden Woche veröffentlicht werden. Die Aktien legten um 0,1 Prozent zu.

WALL STREET

INDEX           zuletzt  +/- %  absolut  +/- % YTD 
DJIA          18.098,94  -0,25   -45,26       3,87 
S&P-500        2.132,55  -0,31    -6,63       4,34 
Nasdaq-Comp.   5.213,33  -0,49   -25,69       4,11 
Nasdaq-100     4.803,10  -0,34   -16,53       4,57 
 
                               Vortag 
Umsatz NYSE (Aktien)  878 Mio  692 Mio 
Gewinner              1.026    1.558 
Verlierer             2.029    1.446 
Unverändert              69       95 

Schwache Konjunkturdaten aus China haben am Donnerstag an der Wall Street für nachgebende Kurse gesorgt. Allerdings konnten sich die Kurse im Verlauf deutlich von ihren Tiefstständen erholen. "Das macht die Investoren etwas nervös", sagte Marktanalyst Naeem Aslam von ThinkMarkets. Der Markt sei davon ausgegangen, dass man sich um China keine Sorgen mehr machen müsse. Dazu kam eine immer wahrscheinlicher werdende Zinserhöhung durch die US-Notenbank im Dezember. Wells Fargo gaben um 1,3 Prozent nach. Anleger hatten zunächst mit Erleichterung auf die Nachricht vom sofortigen Rücktritt des CEO reagiert. Anfang September hatte sich die Bank im Skandal um Scheinkonten mit den US-Regulierungsbehörden auf eine Strafzahlung von 185 Millionen Dollar geeinigt. Die Aktie fiel möglicherweise im Vorfeld der am Freitag auf der Agenda stehenden Quartalszahlen. Für die Aktien von JP Morgan und der Citigroup ging es im Vorfeld der Quartalszahlen zum Wochenausklang um 0,6 bzw. 0,5 Prozent nach unten. Goldman Sachs verloren 1,1 Prozent.

TREASURYS

Laufzeit       Kurs      Änderung     Rendite   Änderung in Bp 
10 Jahre     97-26/32      +10/32       1,74 %      -3,7 
30 Jahre      95-7/32      +21/32       2,48 %      -3,2 

Vor dem Hintergrund der gestiegenen Unsicherheit ging es für die US-Anleihen nach oben. Auch eine gute Nachfrage bei der Auktion 30-jähriger US-Staatsanleihen stützte das Sentiment. Diese lag auf dem höchsten Niveau seit Juli. Die Rendite zehnjähriger Titel fiel um 4 Basispunkte auf 1,74 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN  zuletzt  +/- %    00:00  Do, 9.50 Uhr   % YTD 
EUR/USD   1,1023  -0,3 %   1,1055        1,1016   +1,5 % 
EUR/JPY   114,65  +0,0 %   114,60        114,36  -10,1 % 
EUR/GBP   0,9035  +0,1 %   0,9025        0,9046  +22,7 % 
GBP/USD   1,2199  -0,4 %   1,2250        1,2174  -17,3 % 
USD/JPY   104,03  +0,3 %   103,66        103,81  -11,4 % 
USD/KRW  1133,85  +0,4 %  1129,35       1136,14   -3,6 % 
USD/CNY   6,7251  -0,0 %   6,7274        6,7249   +3,6 % 
USD/CNH   6,7352  +0,0 %   6,7345        6,7360   +2,5 % 
USD/HKD   7,7581  +0,0 %   7,7575        7,7588   +0,1 % 
AUD/USD   0,7574  +0,1 %   0,7568        0,7522   +4,0 % 
 

Der Dollar gab gegenüber Yen und Euro nach. Der "sichere Hafen" Yen war mit den schwachen China-Daten gesucht. Der Dollar notierte im späten US-Handel bei 103,63 Yen und damit genau einen Yen unter seinem Tageshoch. Auch der Euro konnte einen Teil der jüngsten Verluste wieder aufholen, nachdem die Gemeinschaftswährung im Verlauf erstmals seit Ende Juli kurzzeitig unter die Marke von 1,10 Dollar gerutscht war. Im späten US-Handel ging der Euro mit 1,1049 Dollar um.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHOEL               zuletzt      VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex              50,81          50,44  +0,7 %     0,37  +17,2 % 
Brent/ICE              52,20          52,03  +0,3 %     0,17  +16,9 % 
 

Die Ölpreise konnten trotz eines deutlichen Anstiegs bei den wöchentlichen Lagerdaten aus den USA ein leichtes Plus ins Ziel retten. Diese stiegen laut der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 4,9 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Analysten hatten lediglich einen Anstieg um 0,9 Millionen Barrel erwartet. Jedoch leerten sich im Gegenzug die Benzinlager stärker als erwartet, was nach Aussage aus dem Handel der Grund für die recht moderate Reaktion der Ölpreise gewesen sein dürfte. Auch vermeldete das EIA für die Vorwoche die niedrigste Fördermenge auf Wochenbasis in den USA seit Juni 2014. Der Preis für ein Fass der Sorte WTI stieg zum US-Settlement um 0,5 Prozent auf 50,44 Dollar. Für Brent ging es um 0,4 Prozent auf 52,03 Dollar nach oben.

METALLE

METALLE              zuletzt         Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)         1.256,10       1.258,78  -0,2 %    -2,68  +18,4 % 
Silber (Spot)          17,45          17,50  -0,3 %    -0,05  +26,3 % 
Platin (Spot)         932,60         937,25  -0,5 %    -4,65   +4,6 % 
Kupfer-Future           2,13           2,12  +0,3 %    +0,01   -1,3 % 
 

Der Goldpreis verzeichnete eine leichte Erholung von den deutlichen Abgaben aus der Vorwoche, als starke US-Daten und entsprechende Aussagen von Mitgliedern der US-Notenbank eine Zinserhöhung im Dezember wahrscheinlicher gemacht hatten. Auch der schwache Dollar spielte der Entwicklung des Goldpreises am Donnerstag in die Karten. Der Preis für die Feinunze legte zum US-Settlement um 0,3 Prozent auf 1.258 Dollar zu.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

UNO / GENERALSEKRETÄR

Die UN-Vollversammlung hat António Guterres offiziell zum nächsten UN-Generalsekretär bestimmt. Der ehemalige portugiesische Regierungschef und ehemalige UN-Flüchtlingskommissar tritt das Amt am 1. Januar an, sein Mandat gilt zunächst für fünf Jahre.

SINGAPUR / ZENTRALBANK

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 14, 2016 01:56 ET (05:56 GMT)

Singapurs Zentralbank lässt Wechselkurspolitik unverändert.

SINGAPUR / BRUTTOINLANDSPRODUKT (BIP)

--Singapur BIP 3Q +0,6 % gg Vorjahr (PROG: +1,8 %)

--Singapur BIP 3Q annualisiert -4,1 % gg Vorquartal (PROG: +0,1 %)

KOLUMBIEN / INNENPOLITIK

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat den Waffenstillstand mit der Farc-Guerilla bis zum Jahresende verlängert. "Ich habe die Entscheidung getroffen, den bilateralen Waffenstillstand bis zum 31. Dezember zu verlängern", sagte Santos. "Um es klarzustellen: Das ist weder ein Ultimatum, noch eine Frist", fügte er hinzu. Er hoffe aber, dass die Verhandlungen über Änderungen am Friedensabkommen deutlich früher beendet würden.

SAMSUNG

rechnet mit weiteren 3 Milliarden US-Dollar Einnahmeverlusten durch den Produktionsstopp für das Smartphone Galaxy Note 7. Das schraubt die finanziellen Auswirkungen dieser Krise auf ungefähr das Niveau der Hälfte des Vorjahresgewinns der mobilen Sparte. Dementsprechend gehen Samsung nun von einem Rückgang des operativen Gewinns für die letzten drei Monate dieses Jahres um 2,5 Billionen südkoreanische Won (2 Milliarden Euro) aus. Mit weiteren Einbußen von 1 Billion Won rechnet der Konzern für das erste Quartal des nächsten Jahres.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf/cln

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