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Marktanalyst Salcher: EZB - Markt hat klare Erwartungshaltung

Mögliche Regierungskrise setzt dem Pfund zu

Montag, 17.10.2016 15:00 von

Es kursieren Spekulation über einen Streit in der britischen Regierung: Einem Medienbericht zufolge könnte Finanzminister Hammond sein Amt aufgeben, weil er gegen einen „harten Brexit“ ist. Das setzt dem Pfund zu.

Spekulationen über einen Streit in der britischen Regierung über den Kurs bei den Brexit-Verhandlungen haben dem Pfund Sterling am Montag zu schaffen gemacht. Es verbilligte sich auf bis zu 1,2144 Dollar (Dollarkurs). Der Pfund-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, lag mit 73,8 Punkten nur noch einen halben Zähler über seinem Rekordtief von Dezember 2008.

Der Zeitung "Daily Telegraph" zufolge könnte der britische Finanzminister Phillip Hammond sein Amt aufgeben, weil er einen "harten Brexit" nicht mittragen wolle. Premierministerin Theresa May befürwortet diese Linie für die anstehenden Verhandlungen über das zukünftige Verhältnis Großbritanniens zur EU. Sie will die Zuwanderung begrenzen. Damit droht ihr Land den wichtigen Zugang zum EU-Binnenmarkt zu verlieren.

Darüber hinaus rechneten Anleger wegen der rapiden Abwertung des Pfund in den vergangenen Monaten mit einer anziehenden Inflation, sagte Analystin Kathleen Brooks vom Brokerhaus City Index. Seit dem Brexit-Referendum hat die britische Währung zum Dollar gut 18 und zum Euro mehr als 15 Prozent eingebüßt.

Der Vize-Chef der Bank von England (BoE), Ben Broadbent, bekräftigte in einem BBC-Interview die Einschätzung seines Hauses, dass die Inflation 2017 die Marke von zwei Prozent überschreiten könnte. Ein Straffung der Geldpolitik hätte derzeit allerdings "unerwünschte Konsequenzen".

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