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Modekonzern Esprit kommt bei Umbau voran und erzielt wieder Gewinn

Dienstag, 20.09.2016 13:31 von

RATINGEN/HONGKONG (dpa-AFX) - Der Modekonzern Esprit kommt eigenen Angaben zufolge bei seiner Neuausrichtung voran und hat es im Geschäftsjahr 2015/2016 wieder in die schwarzen Zahlen geschafft. Nach einem dicken Minus von 3,7 Milliarden Hongkong-Dollar im Vorjahr stand Ende Juni ein Gewinn von 21 Millionen (2,4 Mio Euro) in den Büchern, wie Esprit am Dienstag mitteilte. Das Unternehmen mit Firmensitz in Ratingen bei Düsseldorf und Börsennotierung in Hongkong profitierte dabei unter anderem von einem Steuerertrag in Höhe von gut 600 Millionen Hongkong-Dollar. Bei der Dividende werden die Aktionäre aber auch in diesem Jahr leer ausgehen.

Operativ blieb das Unternehmen im Minus, konnte den Verlust in Höhe von 596 Millionen Hongkong-Dollar im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich reduzieren. Der Umsatz sank insbesondere durch den ungünstigen Wechselkurs im Vergleich zum Euro um 8,4 Prozent auf 17,9 Milliarden Hongkong-Dollar. In Landeswährung belief sich das Minus auf gut ein Prozent. In Deutschland, wo Esprit den größten Teil seiner Umsätze erwirtschaftet, stiegen die Erlöse währungsunbereinigt um 5 Prozent.

Der H&M- und Zara-Konkurrent steckt mitten im Konzernumbau. Das Unternehmen schloss bereits unrentable Filialen, frischte sein Design auf, verbesserte den Vertrieb und beschleunigte die Kollektionswechsel. Auch die Kosten wurden kräftig gesenkt. All das zahlt sich laut Vorstandschef Jose Manuel Martinez mehr und mehr aus. Besonders ermutigend sei, dass die Umsätze auf den eigenen Verkaufsflächen anziehen, sagte er. Auch der Onlinehandel lege zu./she/mne/fbr