Modebranche: Was sind die Gründe für die Pleitewelle? – Strenesse, Steilmann, Rudolf Wöhrl, Hugo Boss, Gerry Weber, Tom Tailor, Adler Modemärkte, Esprit, H&M

Donnerstag, 22.09.2016 10:40

Kommentar von Mark de Groot

Lieber Leser,

zuletzt gingen die deutschen Modehäuser und Textilfabrikanten gleich reihenweise pleite: Strenesse, Steilmann, Rudolf Wöhrl und jüngst SinnLeffers. Auch Branchenriesen wie Hugo Boss, Esprit oder Gerry Weber machen harte Zeiten durch. Seit 2000 hat sich die Zahl der Unternehmen innerhalb der Branche laut Schätzungen praktisch halbiert, obwohl die Kauflust der deutschen Kunden keinesfalls abgenommen hat. Was sind die Gründe für die Krise?

Schreckgespenst Online-Handel

Die Krise hat vor allem zwei Ursachen: Die gestiegene Konkurrenz durch den Online-Handel und durch Billigketten wie H&M, Primark oder Zara. Die Textilbranche wähnte sich lange sicher vor dem Internetgeschäft. Kleidung muss man anprobieren, bevor man sie kauft. Eine fatale Fehleinschätzung, wie die letzten Jahre zeigten.

Zalando, Amazon und Otto nehmen den Modegeschäften immer mehr Kunden weg. Zudem müssen die betroffenen Unternehmen nun viel Geld in die Hand nehmen, um selber konkurrenzfähige Online-Shops aufzubauen. Bis diese sich refinanziert haben, wird vermutlich noch viel Zeit verstreichen. Währenddessen fallen immer mehr Verkäuferstellen dem Rotstift zum Opfer, um Kosten einzusparen. Dadurch berauben sich die Firmen ihres Vorteil in puncto besserer Beratung.

In die Zange genommen

Zusätzlich werden die etablierten Marken von globalen Einzelhandelsketten wie H&M, Primark oder Zara in die Zange genommen. Den Kunden gefällt, dass sie hier für deutlich weniger Geld modisch ansprechende Kleidung erhalten. Umso häufiger können sie sich eine neue Garderobe leisten. Mit der Preiskalkulation dieser Konzerne können unsere Mittelständler schlichtweg nicht mithalten. Hugo Boss hat daraus beispielsweise die Konsequenz gezogen, sich zukünftig nicht mehr an Rabattschlachten zu beteiligen. Lieber setzt man auf die Vermarktung hochwertiger Produkte. Ob diese Strategie aufgeht, werden die beiden kommenden Jahre zeigen.

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