Top-Thema

Mit Power an die Börse

Donnerstag, 03.11.2016 15:21 von

Der Batteriehersteller Varta plant den Gang aufs Frankfurter Börsenparkett. Die Erlöse sollen in Zukäufe und die Expansion fließen. Mittelfristig sieht sich das Unternehmen als Kandidat für den TecDax.

Der Batterie-Hersteller Varta will mit seinem Börsengang bis zu 200 Millionen Euro für Zukäufe und den Bau einer neuen Fabrik einsammeln. Das Traditionsunternehmen aus dem schwäbischen Ellwangen kündigte am Donnerstag an, den Sprung noch in diesem Jahr zu wagen. Der österreichische Investor Michael Tojner, dem Varta über seine schweizerische Holding Montana Tech gehört, will dabei die Mehrheit behalten. Der Streubesitz soll aber im zweistelligen Prozentbereich liegen. Mittelfristig sieht sich das Unternehmen als Kandidat für den TecDax. Varta erwirtschaftet drei Viertel des Umsatzes von knapp 200 Millionen Euro mit Knopfzellen für Hörgeräte, Uhren oder Kameras. Den Rest machen Batterien zur Speicherung von selbst produzierter Energie aus Fotovoltaik-Anlagen aus.

Für Varta ist die Emission eigentlich eine Rückkehr an die Börse. Die Industriellenfamilie Quandt, die auch an BMW (BMW Aktie) beteiligt ist, hatte das mehr als 120 Jahre alte Unternehmen 2002 zerschlagen. Das Geschäft mit Autobatterien ging an den US-Autozulieferer Johnson Controls. Die Haushaltsbatterien wurden an Rayovac, heute Spectrum Brands, verkauft. Die Mikrobatterien-Sparte - den kleinsten Teil - übernahm Tojner ebenso wie später die Holding Varta AG. Sie wurde 2007 von der Börse genommen. Montana Tech will beim Börsengang Aktien für maximal 30 Millionen Euro verkaufen und seine Beteiligung ansonsten langfristig halten.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.