Mit dem fliegenden Mobiltelefon zum Durchbruch

Mittwoch, 16.11.2016 17:20 von

Deutsche Post und Telekom wollen Drohnenflüge quer durch die Republik ermöglichen. Mobilfunk-Technologie soll diese Einsätze sicher machen – und endlich den Durchbruch für die kommerzielle Nutzung bringen.

Der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen bei Frankfurt sind sie ein Horror: 400.000 Mal schon gingen unbemannte Fluggeräte bundesweit über den Ladentisch – und mit ihnen ein erhebliches Gefahrenpotenzial. Am Münchener Olympiaturm stürzte Dienstag eine fast zwei Kilo schwere Drohne aus 180 Metern Höhe und schlug nur wenige Meter neben einer Familie auf. Schon im Februar war eine Kameradrohne im Hof der bei Touristen beliebten Burg Hohenzollern unsanft niedergegangen. Ende 2015 verfehlte eine Kameradrohne nur um Zentimeter einen Teilnehmer des Skirennens im italienischen Madonna di Campiglio.

Es könnte noch viel schlimmer kommen. Selbst einen Jumbo, glaubt man bei der Flugaufsicht, könnte eine Drohne zum Absturz bringen. Etwa dann, wenn das unbemannte Flugobjekt in eines der Triebwerke gerät. Flugzeugpiloten sind schon jetzt nervös. Meldeten sie vergangenes Jahr deutschlandweit gerade einmal 14 Zwischenfälle mit Drohnen, waren es 2016 bis heute bereits 61.

Doch an ein Verbot denkt bei der Deutschen Flugsicherung niemand. Im Gegenteil: Deren Chef Klaus-Dieter Scheurle stellt ein Budget von einer Million Euro bereit, um künftig sogar Drohnenflüge quer durch die Republik zu ermöglichen. Gemeinsam mit Post und Telekom will er nach einem Weg forschen lassen, wie die unbemannten Fluggeräte künftig auch ohne den bislang erforderlichen Sichtkontakt über weite Strecken gesteuert werden können. Gelingt das Projekt, an dem auch die Aachener Universität RWTH beteiligt ist, wäre das der Durchbruch für den kommerziellen Einsatz der Drohne.

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